Schwedens schwerer Weg

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Schwedens schwerer Weg

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Kommentare (22)

  1. Jens D. says:

    Den schwedischen Weg der Pandemie-Bekämpfung muss man nicht gut heißen und es ist sehr bedauerlich, dass die aktuellen Todesfallzahlen des Landes im Vergleich zu seinen nordischen Nachbarn relativ hoch sind. – Letztlich muss es aber jeder Gesellschaft zugestanden werden, dass Sie Ihren eigenen Weg der Krisenbewältigung geht. Wenn die Schweden sich für den moderaten Lockdown entschieden haben, ist das zu respektieren. Eine Diffamierung von Schweden als Nation der “Entsoldidarisierung” halte ich für wenig zielführend und sogar gefährlich, spricht es doch jedem einzelnen Schweden die Fähigkeit ab, aus solidarischen Motiven denken und handeln zu können. – Welche Nation sich auf lange Sicht, also beispielsweise in 5 bis 10 Jahren, wirklich als die solidarischere erweist, bleibt ohnehin abzuwarten! Denn dies hängt wesentlich von der Bewältigung der wirtschaftlichen Folgekrisen ab, die noch vor uns liegen. Aber ich befürchte, dass dann dieser Blog und seine Inhalte auch keine Relevanz mehr haben.

    1. Hinter den Todeszahlen sind Menschenleben, sehr viele in Altenheimen, die starben, weil sich die Pfleger infizierten in der Außenwelt, die sich nicht ausreichend schützte. Zudem war dies prognostiziert worden. Der Tod an Covid-19 wird als sehr quälend beschrieben. Die Menschen haben nicht gewählt, diesen Tod zu sterben, sondern er wurde ihnen aufgrund der nicht durchgeführten Eindämmung aufgezwungen. Das ist für mich klar eine Frage der Solidarität, ob wir die Menschen in dieser enorm hohen Zahl (unter den höchsten raten der ganzen Welt!) sterben lassen oder nicht. Ebenso ist es eine Sachlage, dass je mehr Menschen in einem Land infiziert ist, desto stärker steigt das Risiko in anderen Ländern und umgekehrt. Schweden hat sehr davon profitiert, dass seine Nachbarn mehr tun, um Menschenleben zu retten. Alle Staaten, die die Epidemie nicht entsprechen drastisch absenken, vergehen sich damit gerade auch an Ländern der dritten Welt, in denen bereits jetzt zum großen Teil importierte Infektionen aus Europa und den USA zum Start von Infektionsketten wurden. Niemand spricht jedem einzelnen Schweden, die Fähigkeit ab, aus Solidarität denken und handeln zu können. Nach dieser Logik dürfte keine Regierung der Welt mehr kritisiert werden, weil das immer eine Kritik jedes einzelnen Einwohners wäre. Sachlage ist, dass Schweden unsolidarisch handelt und zahlreiche Menschen daran bereits verstorben sind (wie zu erwarten und wie gewarnt wurde, auch in Aufrufen von Wissenschaftlern) und Schweden mit dazu beiträgt, schwächere Länder in der Zukunft zu gefährden.

      1. Jens D. says:

        Sie sagen, die hohe Todeszahl sei prognostiziert worden, das mag sein. Aber was ist dann beispielsweise mit den jährlich prognostizierten 9 Millionen Menschen weltweit (Quelle WFP), die an den Folgen von Hunger sterben? Dieser Tod wird den Menschen ebenso “aufgezwungen”, wie Sie formulieren, denn wer verhungert schon freiwillig? Wie sieht es da mit der von Ihnen beschworenen Solidarität aus?

        Ebenso ist es auch eine Sachlage, dass die wirtschaftlichen Folgen der derzeitigen Krise weitere Notlagen verursachen werden, die ebenso mit Krankheit und erhöhtem Todesrisiko verbunden sein werden. Alleine die zu erwartende Verteuerung von Lebensmitteln wird dazu führen, dass weltweit Millionen Menschen mehr in Armut und Hunger getrieben werden. Was tun? Dazu äußern Sie sich leider nicht.

        Nun, einfache Antworten gibt es nicht, sonst hätten wir weltweit ja schon längst das Problem der ungleichen Verteilung von Kapital und Gütern lösen können. Was ich bedenklich finde, ist, dass das Thema Covid-19 jetzt als ein Paradebeispiel für weltweite Solidarität herhalten soll. Und dabei wird außer acht gelassen, dass es noch einiges mehr an realen Todesbedrohungen durch Krankheit, Armut und Krieg gibt. Wo bleibt da die Verhältnismäßigkeit?

        Sie schreiben zudem: “Nach dieser Logik dürfte keine Regierung der Welt mehr kritisiert werden, weil das immer eine Kritik jedes einzelnen Einwohners wäre.” So möchte ich das nicht verstanden wissen. Natürlich sollen Regierungen kritisiert werden können, genauso wie einzelne Menschen. Aber wenn Sie an anderer Stelle schreiben: “Der schwedische Weg bedeutet […] die Interessen dieser anderen Länder und Völker nicht zur Kenntnis zu geben, sondern dem eigenen nationalen Weg unterzuordnen.” dann dürfte nach dieser Logik kein Staat dieser Welt mehr einen eigenständigen Weg der gesellschaftlichen Führung bestreiten, ohne sich vorher mit allen anderen abzustimmen. Wohlgemerkt, es gibt auch genügend Wissenschaftler, die den schwedischen Weg befürworten (was in Ihrem Artikel auch keine Erwähnung findet). Da ist es wenig zielführend, eine Nation wie Schweden zum “Sündenbock” zu machen.

        1. Nein, es würde in Schweden kein Hunger ausbrechen, wenn Schweden die Epidemie eindämmen würde. Es könnte aber mit dazu beitragen, Hunger in anderen Ländern mit schwachen Gesundheitssystemen zu verhindern, die sich abschotten müssen, weil sie sonst mit dem Zusammenbruch ihrer medizinischen Systeme rechnen müssten. Das ist es doch gerade: Die armen Länder ergreifen schärfste Maßnahmen, weil sie sich eine Epidemie nicht leisten können. Wenn aber die reichen Ländern nicht solidarisch die Epidemie eindämmen, dann halten das die armen Länder nicht mehr durch.
          Schweden ist kein Sündenbock. Dieser Artikel ging aber eben über Schweden. Schweden handelt noch unsoliarischer als z.B. Deutschland, aber auch Deutschland ist der Meinung, es ginge nur um sein Gesundheitssystem, die Systeme in Afrika, Asien und Lateinamerika interessieren nicht, das obwohl ein sehr großer Anzahl an Startfällen in z.B. in Afrika aus Europa kam und weiter kommen wird, wenn Europa die Infektion nicht eindämmt.
          Glauben Sie nicht, die Menschen in den ärmeren Ländern seien dagegen, dass wir die Epidemie eindämmen. Ganz im Gegenteil! Ein brasilianischer Freund hat derzeit dort akute Todesangst für die Zukunft, weil die irrsinnige Bolsonaro Regierung all das durchsetzt, was die Corona-Leugner praktizieren. Die Dunkelziffer ist offenbar 10-20 fach in Brasilien und es gibt bereits Städte, wo sich Leichen türmen. Eingeschleppt wurde es auch aus Europa übrigens. Die Menschen wollen nicht weniger, sondern mehr Maßnahmen.
          Ich telefonierte heute mit einer Inderin, die das gleiche schildert.
          Hier in Kambodscha ist es so:
          Seit 30 Tagen haben wir wegen extrem früher Maßnahmen der Regierung keinen einzigen Fall. Die Regierung ist aber in allergrößter Sorge, weil die Zahlen in Europa und den USA zu hoch sind und sie eine Katastrophe für das ganzer Land befürchtet. Deshalb sind derzeit weiterhin alle Schulen geschlossen etc. Die Menschen in Kambodscha setzen sich übrigens teilweise sehr offensiv für ihre Rechte ein, soll ihnen Land abgenommen und einem Konzern übertragen werden, demonstrieren ganze Dörfer. Es gab und gibt aber nicht eine einzige Protestkundgebung gegen die Sicherheitsmaßnahmen und ich habe – obwohl ich fließend Khmer spreche und fast nur mit Khmern hier Kontakt habe – keinen einzigen Kambodschaner hier getroffen, der meinen würde, die Maßnahmen wären falsch oder zu stark. Allerdings kenne ich Europäer hier in Kambodscha, die das sehr obwohl meinen und dabei an ihr Geschäft denken.
          Sehr ähnlich sieht es in vielen afrikanischen Staaten aus, wo die Menschen Erfahrungen mit Eindämmung haben und gerade wegen der Armut für Eindämmung einstehen. In Tansania ist ein brutaler und irrationaler Gewaltherrscher, der nicht an Corona glaubt, und gegen den sich die Menschen wehren.
          Schön wäre gewesen, wenn Schweden ebenso solidarisch und effektiv wie Südkorea, Taiwan, Hongkong, Thailand, Vietnam oder Kambodscha die Epidemie eingedämmt hätte, für die eigenen Menschen und für die ganze Welt. Leider gibt es aber diesen Geist internationaler Solidarität kaum.

          1. Jens D. says:

            Worauf wir uns vielleicht verständigen können als gemeinsam formuliertes Ziel: Es geht um die Stärkung von internationaler Solidarität, um ein neues Weltverantwortungsgefühl. Da wäre ich jedenfalls bei Ihnen.

            Beim nächsten Punkt, nämlich dem Weg dorthin, hört die Gemeinsamkeit auf. Warum? Weil es meines Erachtens im Kern darum geht, das der einzelne Mensch in seiner persönlichen Verantwortlichkeit gestärkt wird und so zu einer reiferen Form des gesamtgesellschaftlichen Miteinanders findet. Da sehe ich Schweden, ob Sie es glauben oder nicht, in seinem Weg der Freiwilligkeit der Corona-Maßnahmen auf dem absolut richtigen Weg. Wohlgemerkt: Freiwilligkeit heißt nicht Beliebigkeit. Freiwilligkeit meint vielmehr ein Handeln aus innerer Einsicht und Überzeugung, aus einer positiven Kraft heraus also.

            Sie könnten einwenden, dass unsere Zivilisation heute noch nicht so weit ist, dass es eben noch Kontrolle und äußeren Zwang braucht, damit alle das tun, was “richtig” ist. Ich glaube aber, dass der Mensch der Zukunft sich von diesen autoritären Formen der Führung lösen muss, um nicht unterzugehen. Denn dieses System hat uns dahin gebracht, wo wir heute stehen: Zu systematischer, verantwortungsloser Ausbeutung der Natur und zu ungleichen Gesellschaften, alles Mithilfe von künstlichen Prinzipien wie “Wirtschaftswachstum” oder “Konsumorientierung”.

            Dass die “armen Länder” mehr unter der Coronakirse leiden als die “reichen Länder”, dass ist logisch und tragisch zugleich. Dass aber Staaten gerade wegen der Armut für einen harten Lockdown eintreten (wie Sie auch schreiben), treibt die Dramatik der derzeitigen Situation auf die Spitze! Für mich wäre dass der Punkt, über die grundsätzliche Ungleichheit von Ressourcenverteilung und Finanzmitteln nachzudenken, also eine Systemfrage zu stellen.

            Ich bleibe dabei: Corona ist nur der Anlass, nicht die Ursache einer Solidaritäts-Diskussion. Da genügt ein kurzer Blick in die “Geschichte der Ungleichheit”, die sich über Jahrhunderte erstreckt, um sich dessen zu versichern.

          2. Würden Sie dann auch die Verkehrsregeln abschaffen wegen Freiwilligkeit? Es gibt unzählige viele Reglen, Gesetze, wovon viele nicht einmal nötig sind, viele Einschränkungen in allen Bereichen des Lebens. Wir haben auch eine Schulpflicht, was ja ein enormer Eingriff in Alltagsgestaltung und Familien ist (weshalb sich manche Libertäre dagegen wehren). Warum gerade dann gegen solidarische Regeln, wenn es so viele Menschenleben rettet – dies ist der Aspekt, den ich an Ihrer Position nicht verstehe. Es gibt in Schweden weit weniger Verkehrstote als Corona-Tote. Schweden weist eine nun wirklich katastrophale Totenanzahl auf und es geht jeden Tag weiter und weiter – viel weniger Tote (absolut und relativ) in den Nachbarländern etc. Dahinter stehen einzelne Menschen und deren Angehörige und wir sehen nicht diejenigen, die nicht sterben, aber schwere Folgeschäden erleiden, diese sind in dieser Auflistung noch nicht enthalten. Zudem: Warum müssen die Menschen in der dritten Welt für diese “Freiwilligkeit” büßen? Heute hat KambodschA entschieden, dass nach 30 Tagen Null Infektionen trotzdem die Schulen nicht öffnen können wegen der Gefahr der zweiten Welle aus Europa und den USA. Kambodscha handelt umsichtig, denn würde es sich hier ausbreiten, würde das gesamte Gesundheitssystem zusammenbrechen. Wäre es nicht besser, dass die Reichen den Armen beistehen, anstatt sie zu gefährden, weil sie meinen, sie können sich das für sich selbst leisten? Was ist mit dem Zwang, dass ein alter Mensch, der Pflege braucht, sich infizieren muss? Das Risiko in Schweden ist hierfür viel höher als in Norwegen, ist das nicht auch Zwang? Dass es so ist (höheres Risiko), hat selbst der Chefepidemiologe in Schweden eingeräumt, auch wenn es ihn überraschte. Wir sehen es ja jeden Tag: Die Todeszahlen sind hoch. Dies enorme Leid – zumal der Tod qualvoll ist – kann ich nicht unter dem Mantel der Freiwilligkeit akzeptieren. Ich bin für Freiwilligkeit in allen Fällen dort, wo es andere Menschen nicht bedroht und tötet. Wo dies aber anders ist, ob beim Verkehr oder bei Corona, braucht eine Gesellschaft solidarische Regeln, sonst werden die Schwachen geopfert, wie jetzt in Schweden und auch anderswo in Europa. Ich habe keinen Zweifel, dass die große Mehrheit der Bevölkerung in Schweden auch strengere Maßgaben unterstützt hätte, wenn dies so als notwendig durch den Chefepidemiologen und die Regierung vorgetragen worden wäre. Stellen Sie sich vor, Europa und die USA hätten die Infiziertenzahlen genauso stark gesenkt wie Kambodscha, Vietnam, Thailand, Taiwan, Hongkong etc (also pro Tag 0- max. 30 neue Fälle), dann könnten viele Länder viel früher die Maßnahmen verändern, anstatt sie durchziehen zu müssen, weil die Gefahr der zweiten Welle aus Europa und den USA zu hoch ist und sie genau wissen, dass dann ihre Gesundheitssysteme einbrechen könnten. Die Situation in Schweden ist schlimm genug, all diese Menschen, die nicht hätten sterben müssen, aber dass es nicht noch schlimmer ist, verdankt Schweden seinen Nachbarländern, die Maßnahmen ergriffen und damit nicht nur sich, sondern auch Schweden schützten. Für mich ist das tatsächlich das Gegenteil von Solidarität. Ich freue mich und glaube auch, dass wir uns beim Ziel einig sind, aber bei der Bewertung der jetzigen Situation und ihrer Folgen gerade für die Schwachen und die ärmeren Länder sind wir uns in der Tag uneinig. Dass natürlich die mangelnde Solidarität bereits weit vorher begann, das ist richtig und unstrittig, sehe ich bereits seit meiner Jugend so und leider ist kaum Besserung ersichtlich. Hierfür ist Corona für mich wiederum ein Symptom, ich sehe individuellen und nationalen Egoismus, der komplett die Folgen für andere ausblendet.

  2. Gautier Blanc says:

    Sie überfallen einen mit Zahlen.
    Dumm nur, dass die oftmals völlig ungenau und nichtssagend sind.
    Wie die Toten in Norditalien, wo sich immer mehr ein Skandal, grösser als der andere herausstellt.
    Nicht nur, dass dort die Infektionsrate in den Spitälern auch in normalen Zeiten ein mehrfaches höher ist, als in Nordeuropa.
    Nicht nur, dass sich sehr viele Risiko-Patienten überhaupt erst im Spital das Corona-Virus eingefangen haben.
    Nein, die haben Corona-Infizierte massenhaft vom Spital in die Pflegeheime verlegt (die wiederum dafür EUR 150/Tag bekamen!). In die Pflegeheime!!! Muss man sich mal vorstellen!!!

    Und dann zeigen sie die Särge in der Kirche.

    Resultat, die Leute hocken mit der Maske auf dem Velo oder alleine im Auto (nicht einmal im Cabrio).

    Ob der schwedische Weg oder der deutsche der richtige war, wird sich erst in einiger Zeit herausstellen.
    Wirtschaftlich wird der Schaden in Schweden durch die Abhängigkeit der umliegenden Ländern natürlich auch beträchtlich sein.

    Corona heisst auch, es is nicht alles so, wie es im Drosten Mainstream scheint.
    Zum Glück gibt es auch noch differenziertere Meinungen.
    Dass die von Verschwörungstheoretikern und Rechts/link’s Radikalen benutzt werden, können die nichts dafür.

    Sie selber tun so, wie sie den Durchblick hätten.
    Typisches Beispiel:
    “… Zudem ist der Anteil Alleinstehender in Schweden der höchste in Europa mit 52 %.

    Dies sind günstige Ausgangs-Voraussetzungen, um der Ausbreitung einer Virusepidemie, wie Covid-19, entgegenzuwirken, insbesondere gilt:

    je mehr Menschen allein leben, desto weniger Menschen können sich in ihren Wohnungen infizieren… ”

    Beachten sie ihren Ausdruck “gilt”!
    Göttlicher als Gott.

    Vom Schein zum Sein:
    Tatsächlich ist es laut Virologie Professor Streeck (mit mind. so viel Sachverstand wie Prof. Drosten) genau umgekehrt: 2 Personen/Wohnung viel höheres Ansteckung-Risiko, als bei 3, bei vier und mehr Personen nochmals kleiner!!
    Und jetzt?

    Ich nehme an, ihre übrige Argumentation beruht noch auf weiteren falschen, unsicheren, unbestimmbaren Voraussetzungen…

    1. Wir haben in Italien, Spanien, Frankreich, Belgien und auch in Schweden etc. eine enorme Übersterblichkeit, es sterben also viel mehr als dort normalerweise sterben. Hier ist die Quelle: https://www.euromomo.eu/graphs-and-maps Mir fällt bei den Corona-Leugnern hier und auch bei Ihnen auf, dass sie grundsätzlich keine verlässlichen Quellen benennen, alles mögliche behaupten und gleichzeitig echte Zahlen nicht zur Kenntnis nehmen möchten. Die Studie von dem genannten Virologen verstehen Sie falsch, Zweipersonenhaushalte sind öfter Partnerschaften und auf engen Raum, Mehrpersonenhaushalte sind öfter Wohngemeinschaften mit getrennten Zimmern, oder es sind Kinder, die sich VIELLEICHT weniger schnell infizieren. Das Hauptargument von mir bezüglich Schweden war EINPERSONENHAUSHALT. Natürlich können sich mehr Menschen infizieren, wenn es mehr Menschen irgendwo gibt, das ist eine Tatsache, wobei es natürlich ebenso auf die Enge des Raumes ankommt und die Intensität der Begegnungen. Schweden mit seiner höchsten Quote an Einpersonenhaushalten hat jedenfalls exzellende Voraussetzungen.

      1. Gautier Blanc says:

        Mama Mia, Hr. Küchenpsychologe.
        Mit der Corona Leugner Keule herumschwingen, und ihre schwarz/weiss Welt ist wieder i.O.
        Genau so dämliche Meinungsmache, wie jene der Verschwörungstheoretiker. Hauptsache Keule.

        Dass ihre verlässlichen Quellen bis zu Faktoren 100 und mehr ungenau sind, spielt ja keine Rolle.
        Überhaupt würde ich mit Statistiken etwas vorsichtig sein, nicht nur (mind. vor Corona2) höchst anerkannte Leute, wie Prof. Ioannidis, haben differenzierte Meinungen, die vom Drosten Mainstream erheblich abweichen. Corona Gott Drosten selber muss sich ja dauernd korrigieren (bzw. wird korrigiert), da er voreilig Schlüsse (selbstredend 100% studienbasiert) zieht. Aktuell gerade Ansteckungsgefahr bei Kindern.
        Wie gehabt, z. Glück gibt es noch viele andere Virologen wie Prof. Streeck, mit viel differenzierteren Meinungen, als der Corona Drosten Mainstream, die nicht so einfach als Verschwörungstheoretiker oder Corona Leugner verunglimpft werden können.

        Hauptsache jedoch, der Diplompsychologe weiss, was Sache ist, obwohl sonst niemand wirklich weiss, was die besten Wege im Umgang mit der Pandemie im Zusammenhang mit all ihren Auswirkungen auf gesell- und wirtschaftlichen, ebenfalls menschlich existentiellen Ebenen sind.

        Mal ehrlich: hätten sie wirklich gedacht, dass in Zweipersonenhaushalten die Ansteckung Gefahr grösser ist, als mit mehreren Personen?
        Ich jedenfalls nie und nimmer.

        Aber sie haben ja sicher eine Studie zur Hand, dass dies in EINPERSONENHAUSHALTEN wieder umgekehrt ist.
        Falls ihre 52% in Schweden überhaupt wirklich belegt sind (aber bitte genau, mit oder ohne Alters- und Pflegeheime, mit oder ohne Obdachlose, Besuchsrecht bei getrennten Eltern berücksichtigt, bei den 52.000%,……?)
        Wäre interessant, ob Prof. Streeck auch was zu EINPERSONENHAUSHALTEN gehustet hat.
        Als Studienexperte können sie ja mal suchen, wenn es in der Küche nichts mehr zu tun gibt.

        Ihre Mehrzimmertheorie ist wiederum ganz schwach.
        Vielleicht kennen sie sich als forensischer Küchenpsychologe ja nicht so genau mit Familien aus?
        Meinen sie im Ernst, eine mehrköpfige Familie hocke weiter auseinander, als ein Paar in einer (wenn überhaupt) kleineren Wohnung? Nur weil sie ein oder zwei Zimmer mehr haben?
        Oh, sorry, bei der Familie haben ja alle eine Maske an.
        Gespielt wird auch nicht und andere Kinder/Eltern kommen nie zu Besuch. In ihre Riesenwohnung.
        Vielleicht haben sie ja Studiendaten zur “Bewegungsintensität” bei Familien und Single’s?

        Die Alleinstehenden wiederum hocken natürlich ständig alleine in ihrem Kämmerlein, die kontaktscheuen Schweden sowieso, während die Familien mit ihren Riesenwohnungen ständig auch noch auf Party oder in die Kontaktbar gehen.
        Träumen sie weiter, Hauptsache, sie können ihre Meinung so zurechtschustern, dass es zu ihrer allwissenden Corona-Weisheit passt.

        Hauptsache sie verstehen richtig und die andern falsch!

        Was mich dann noch wirklich interessieren würde, was sie zu all den Millionen tierversuchsbasierten Studien, nicht nur vom RKI meinen.
        Hört da ihre Studiengläubigkeit generell auf?
        Oder gar nicht? Oder differenzieren sie, und wie?
        Glauben sie Studien von Forschern mit Crocs oder Goretex-Schuhen eher, als solchen mit Lederschuhen?
        Als absolutgläubiger Veganer?

        1. Sie werden immer sehr persönlich und schreiben kaum Fakten. Es gibt sicher einen Grund dafür, dass Sie so persönlich werden. Ich denken, Sie sollten über sich nachdenken und die Traktate hier besser einstellen. Denn zu einer Diskussion sind Sie nicht bereit. Irgendetwas ist in Ihnen, was Sie hier nach außen bringen. Was es ist, könnennur Sie selbst wissen.

          1. Gautier Blanc says:

            Abschliessend:
            Wenn ich ihre ausgewählten Fakten mit meinen ausgewählten Fakten entgegne, sind wir auch nicht weiter.
            Sie sind im Besitz der Wahrheit, und das kritisierte ich.

            Persönlich bei Leuten wie ihnen werde ich aus genau einem Grund:

            Weil sie als Oberwisser andauernd Leute, auch angesehene Wissenschaftler, die eine krititschere Meinung zum Einheitsbrei der Medien und den Vorzeigevirologen haben, beleidigen und verunglimpfen und sie in einen Topf mit den Verschwörungstheoretiker und Corona Leugnern werfen.
            Sie titulieren solche als Küchenpsychologen, weil sie es sich erlauben, auch mal über den Tellerrand zu schauen und nicht alleine auf das Virus fixiert sind.
            Ausgerechnet sie, der sich als Diplompsychologe als virologischer Studienexperte aufspielt.
            Sie lesen ihre ausgewählten Studien und behaupten zu wissen, was Sache ist.
            Sie verurteilen den schwedischen Weg und stellen die Verantwortlichen dahinter mehr oder weniger als Idioten dar. Sie pflücken Argumente nach belieben heraus, die ***ihre*** Meinung bestätigen (EINPERSONENHAUSHALT), andere (kaputtgesparte Altersheime in Schweden, nur 1/4 Krankenhausbetten verglichen mit De, lt. FAZ, usw. usf. ) lassen sie weg.
            Sie finden es richtig, dass die wirtschaftliche Schäden (die vermutlich in diesem Umfang gar nie nötig gewesen wären) von den nächsten Generationen behoben werden müssen. Dass dies mit jeder weiteren Pandemie, Klima- oder sonstigen Katastrophe gar nicht möglich ist, interessiert nicht. Sollen die dann schauen.

            Sie propagieren eine allgemeine Masken Pflicht und wollen uns dies aufzwingen, obwohl es andere Meinungen von anerkannten Wissenschaftlern gibt (wo ihr Wissen dagegen noch nicht mal Küchengehilfeniveau erreicht).

            Sie helfen mit, Angst und Schrecken zu verbreiten, mit den Italienbildern (auch wörtliche), mit den täglichen Covid Todeszahlen ohne jede Relation zum allgemeinen Sterben (in den USA wurde mit Covid gerade die jährlichen Todeszahlen von Crack überholt, alleine Crack!!! Ohne sonstige Opiate, Kokain, Alkohol, Tabak, etc.). Und wenn sie nicht aktiv dabei helfen, halt indirekt, indem sie die kritischeren Leute diskreditieren und verunglimpfen.

            Zum Glück gibt es kritischere Geister wie Tegnell, Streeck und viele andere Wissenschaftler und Gesundsbeamte.
            Sonst würde noch zu viel wirtschaftsschädlicheren Massnahmen gegriffen.
            Therapie erfolgreich, Patient tot.

            Abschliessend ein kleiner Tip von mir als kleiner küchenpsychologischer Pseudosoziologe:
            Indem sie die kritischen Geister, die sich gegen die Corona Angst- und Panikmache wehren, in einen Topf mit den Corona Leugnern und Verschwörungstheoretiker werfen, unterstützen sie die genau diese in hohem Masse!

            Letztere, weil diese von der Angst leben, küchenpsychologischerweise in etwa so: beim Volk ist Religion der Opiumersatz, bei den Verschwörungstheoretiker sind es ihre Theorien.
            Angst fördert den Opium- und Theorienkonsum.
            Die Corona Leugnern wiederum fühlen sich bestätigt, wenn die Hardliner wie sie, wissenschaftlich auch berechtigte, vom Mainstream etwas abweichende, Meinungen diskreditieren und verunglimpfen.
            Wenn sie immer wieder Sachen verbreiten, die dann doch anders sind und die ihr Nichtwissen nicht eingestehen.

            Machen sie weiter so, und eine Verdienstmedaille der Verschwörungstheoretiker & Co. ist ihnen sicher.

            Andere Methode: respektieren sie auch andere Meinungen, pflücken sie nicht Studien heraus, nach belieben, anerkennen sie, wie wenig wir überhaupt wissen und dass es verschiedene Wege im Umgang mit Pandemie gibt. Anerkennen sie, dass wirtschaftliche und gesellschaftliche Folgen und Nebenwirkungen genau so wichtig sind, wie das Virus und der Kampf dagegen.
            Ihnen wäre ein “chinesisches” Leben vielleicht egal, aber respektieren sie, dass dies für viele Andere keine Variante ist.
            Anerkennen sie das Ausmass nicht nur der wirtschaftlichen Schäden des Hinunterfahren, sondern auch direkte gesundheitliche. Wieviel Tausend Menschen sind in den letzten Monaten gestorben, weil ihre Behandlung verschoben wurde, oder sie sich wegen Corona noch nicht mal behandeln liessen. Drücken sie auch hier auf die Tränendrüsen. Wieviel Leute in den Altersheime mussten/müssen leiden, weil von den Superpsychologen/Politikern/Beamten auf Grund der Panik alle Ressourcen in die Akutspitäler gingen?
            Dazu brauche ich weder Studien, noch ihre “Fakten”, das erlebe ich real.

            Statt die Angst- und Paniknacher direkt oder indirekt zu unterstützen, helfen sie auch mal mit, dass die Relationen von Covid19 zu andern Krankheiten und Todesursachen gewahrt und “wirklich” bleibt.

            Respekt vor dem Virus ja, aber keine Panik- und Angstmacherei. Eigenverantwortung propagieren, statt die Leute mit widersprüchlichen Befehlen im Detail die Verantwortung abnehmen.

            Befehle dort, wo es wenigstens ziemlich sicher ist, Grossveranstaltungen, Fussball, Festival, Disco etc.
            Masken Pflicht allenfalls im ÖV, wenn keine Distanz möglich ist, aber sicher nicht allgemein.
            Alters- und Pflegeheime genau so wichtig, oder noch wichtiger nehmen, wie die Akutspitäler. Dort wiederum die medizinischen Probleme neben Corona nicht untergehen lassen.
            Nebenwirkungen und Spätfolgen des Herunterfahren niemals aus den Augen lassen.

            Leute, selbst wie Dr. Wordag (wo ich auch kein Fan bin, typisch, muss ich ja schreiben, sonst bin ich ein Corona Leugner) nicht verteufeln (wenn er Corona2 mit andern Viren vergleicht, wird er als Ignorant oder Verbrecher behandelt, einem wissenden Obergott wie ihnen wiederum ist dies ohne weiteres erlaubt, und machen sie auch dauernd, natürlich, anderer Kontext und im Besitz der Wahrheit…).

            Bei diesen Ansichten bleibe ich, ohne selber ein paar Studien in Originalsprache gelesen zu haben. Aber im Vertrauen auf Leute mit genau soviel Sachverstand wie unser Obergott oder die Drostenhardliner. Von Prof. Streeck bis Prof. Ioannidis und ein paar hundert mehr.

            Ohne Angst- und Panikmacherei, etwas weniger herunterfahren, dafür von den tausenden (!!!) Milliarden EUR und USD ein paar mehr in die Virustest und vor allem Antikörperforschung stecken, damit dann wirklich zielgerichtete Aktionen möglich sind.
            Auch kreativer, wie Pooltesten beim Pflegepersonal, etc.

            Statt Tausende Milliarden für die Schadensbegrenzung ein paar, um die Spitäler und Pflegeheime nicht kaputt zu sparen, wie in Italien, Schweden, UK, USA, usw. usf.

            Die richtige Linie gibt es nicht. Wer schlussendlich richtiger war, wird erst die Zukunft zeigen.
            Im Gesamten und nicht auf das böse Virus alleine fixiert.

            Vielleicht müssen sich die Leute auch in Zeiten, wo selbst auf dem Dreirad in der Stube Helme getragen werden und mit Protektoren Ski gefahren wird, einige Menschen wieder lernen, dass Risiko und Sterben auch zu unserem Leben gehört (sicher wird es auch bald Masken für Raucher geben…).
            Immerhin (und glücklicherweise) lehnen es viele ältere Menschen ab, im Covid Falle beatmet zu werden (ob sie dann zu den Opfern der bösen Corona Verharmloser gezählt werden?). Ohne dass sie je eine Studie gelesen haben. Gesunder Menschenverstand, der einigen Hardlinern verloren gegangen ist.

            Schade, habe ich von ihnen (als absolutgläubiger Veganer und Studiensachverständiger) nicht gehört, was sie zu all den Millionen tierversuchsbasierten Studien meinen, öfters auch von selben Experten, auf die sie sich so gerne beziehen.
            Vielleicht habe ich es überlesen, dann Sorry.
            Muss mich jetzt mit andern Dingen, als Corona beschäftigen, u. a. mit den Schäden des Herunterfahren.

            Traktat Ende.

            Ihnen wünsche ich eine gute Zeit, trainieren sie ihre Augen etwas vermehrt auf links und rechts ihrer ausgewählter, studienbasierter Wahrheit.

            Sonst füttern sie die Verschwörungstheoretiker und Corona Leugner noch mehr…

          2. Ich sage in keiner Weise, dass ich im Besitz der Wahrheit bin. Das ist tatsächlich nur Ihre Projektion. Ich weise auf die Sachlage hin, dass Corona bereits zu sehr vielen Toten geführt hat, dass es dort zu mehr Toten führt, wo keine oder schwächere Maßnahmen ergriffen wurden, dass dies die Schwachen der Gesellschaft und die Länder der dritten Welt bedroht. Soweit sind dies Sachlagen, die meines Wissens nicht einmal ernsthaft bestritten werden. Die Zahlen sprechen nun einmal für sich. Ebenfalls bin ich der Meinung, dass sehr viel über diese Erkrankung noch nicht bekannt ist und wir deshalb besonders vorsichtig sein sollten. Ich plädiere für Umsicht, statt Rücksichtslosigkeit auf Kosten der Schwachen. Bei vegan.eu finden Sie zu Ihrem letzten Aspekt auch einen Artikel von mir: https://www.vegan.eu/vegan_medizin/ Ich verstehe nicht, warum Sie sich so über meine Ansichten empören. Ich stelle hier meine Ansichten dar und wenn Sie daran nicht interessiert sind und sie nicht teilen, brauchen Sie doch nicht so einen persönlich ablehnenden Stil zu entwickeln.

  3. Oliver says:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    zunächst möchte ich festhalten, dass Menschen, die die Maßnahmen zum Schutze vor Corona kritisieren, keine Corona-Leugner sind.

    Das ist eine Diffamierung, denn unterschwellig wird der Verstand dieser Menschen in Frage stellt, weil es ja offensichtlich das Corona Virus gibt.

    Als nächstes möchte ich mal meine persönliche Analyse zur Situation und ein Fazit geben, wobei auch ich natürlich eingestehen muss dass ich die Sache nicht überschaue.

    Dabei geht es mir um folgende wichtig Fragen

    1. Wie hoch ist die Sterblichkeit wirklich

    2. Gibt es vergleichbare vorhandene Krankheiten und wie werden diese gehändelt

    3. Was ist eigentlich mit dem Schaden den die Corona Maßnahmen verursachen: z.B. Depression, Selbstmord, verschobene Vorsorgeuntersuchungen und OPs, finanzieller Ruin insbesondere von Selbstständigen und den familiären Folgen.

    4. Ein Kommentar zum Spendenaufruf für eine Impfung gegen Corona

    5. Die Frage, warum die Politik aufgrund der Faktenbasis so handelt wie sie nun handelt

    Lade ich Sie ein, dieses Interview von dem renommierten Virologen Prof. Hendrik Streeck anzusehen.

    https://youtu.be/d6uKzUON5SA

    Wenn ich hier die

    1. Wie hoch ist die Sterblichkeit wirklich

    0,28 – 0,48 %

    2. Gibt es vergleichbare vorhandene Krankheiten und wie werden diese gehändelt

    Im Interview wird die Situation mit der schweren Grippewelle verglichen, wo es keine Einschränkungen dieser Art gab.

    Es stellt sich für mich die Frage, warum bei weitaus graviereren Problemen wie der Antibiotika Resistenz nicht drastische Maßnahmen im Bereich der Tierhaltung beschlossen werden.

    3. Was ist eigentlich mit dem Schaden den die Corona Maßnahmen verursachen: z.B. Depression, Selbstmord, finanzieller Ruin und den familiären folgen.

    Die von den Corona Schutzmaßnahmen betroffenen Menschen, die in den Selbstmord, Depression oder den finanziellen Ruin getriebenen Menschen ist nicht zu vernachlässigen, zudem geht es hier in den meisten Fällen um Menschen, die noch ein ganzes Leben vor sich haben. Oder derer, deren OP verschoben wurde und die leiden, oder die, deren ärztliche Vorsorgeuntersuchung nun verschoben wurde und die vielleicht deshalb früher sterben weil entsprechend später diagnostiziert wird. Im Gegenzug ist das Durchschnittsalter der Toten, so mein letzter Stand, um die 84 Jahre.

    Wenn mir die Pistole auf die Brust gelegt werden würde und ich müsste mich entscheiden, dann wüsste ich wie ich entscheiden würde.

    4. Ein Kommentar zum Spendenaufruf für eine Impfung gegen Corona

    Ich finde es den Gipfel der Verlogenheit wenn wir hier ein Drama um eine Krankheit mit weniger als 1% Toten mit einem Durchschnittsalter von über 80 Jahren machen während wir zeitgleich beispielsweise zulassen, dass in den ärmeren Ländern tödliche Krankheiten wie HIV, die IMMER tödlich sind, nicht sämtliche Menschen mit den neusten und besten Medikamenten versorgt werden können.

    Oder dass uns das billige Fleisch so viel wichtiger ist als der daraus resultierende Ausfall unserer Antibiotika durch multiresistente Keime. Die von der HIV Seuche betroffenen armen Länder müssen uns für verrückt halten was wir für einen Kasperletheater um die Sache machen.

    Aber lassen Sie es mich doch positiv sehen: Wenn jetzt hier ein Anfang für die Spenden gemacht wird, dann kann ja mal über die vorher genannten Punkte wie angemessene Tierhaltung und Patentschutz von Medikamenten, beispielsweise mit einer finanziellen Auslöse für den Patentinhaber zum Nutzen von allen, reden.

    5. Die Frage, warum die Politik aufgrund der Faktenbasis so handelt wie sie nun handelt

    Zunächst müsste man mal von Seiten der Politik zugeben, dass man zu Beginn nicht genügend Schutzmasken für besonders kritische Bereiche wie Krankenhäuser und Pflegeheime hatte.

    Wenn man nun die Maßnahmen entsprechend stark zurück fahren würde, wäre das ein Gesichtsverlust für viele Politiker / Experten, und da diffamiert man wohl lieber als sich mit den Fakten auseinander zu setzen

    Freundliche Grüße

    1. 40000 Tote in UK, 80000 Tote in den USA, 30000 in Italien, Spanien über 8000 bereits in Deutschland. Dies TROTZ der Maßnahmen, ansonsten wäre es Millionen gewesen. Weil die Feuerwehr ein feuer löschte, ist ein Feuer nicht gefährlich. Dies ist ihre Logik. Ich denke, es fehlt Ihnen auch der internationale Blick, auf die Erfahrungen in Asien, Afrika und Lateinamerika und die immense Bedrohung, die für all diese Länder entsteht, wenn die Infektionszahlen nicht drastisch sinken und Europa und den USA. In Brasilien ist jemand an der Macht, der genau so denkt wie Sie und dabei ist, sein Land in ein Sterbeland zu verwandeln. In einigen Städten stapeln sich Leichen auf den Straßen und die indigene Bevölkerung zeigt enorme Sterblichkeitsraten. Es ist schön, dass Sie (anders als andere) die Sterberate wissen, die werden wir erst viel später wissen. Sie hängt u.a. von dem Gesundheitssystem ab und ob das System überlastet ist. Entscheiden ist dazu die Ausbreitungsgeschwindigkeit. Kommt es zur Überlastung, wie in Italien, Frankreich, Spanien sterben Menschen am Ende auch nur deshalb, weil es keine medizinische Versorgung mehr gibt. In der dritten Welt kann das noch schneller bestehen und deshalb versuchen sehr viele dieser Länder auch alles zu tun, um es einzudämmen, teilweise mit enormen Erfolg: Vietnam 300 Infizierte und 0 Tote, gleiche Größe wie Deutschland, Grenze mit China, unzählige Fälle aus Europa, sie haben es geschafft, weil der Schutz der Menschen oberste Priorität hat. Zahlreiche andere Länder schaffen es auch, aber ihr Erfolg wird durch die mangelnden Anstrengungen in Europa und durch diejenigen, wie Sie, die die extreme Gefahr durch die Erkrankung leugnen, gefährdet. Denn setzen sich diese Stimmen durch, wie sollen sich Afrika, Asien und Lateinamerika dauerhaft schützen?

        1. Das hat mit Medien gar nichts zu tun, die offiziellen Sterblichkeitsdaten Schwedens zeigen einen enormen Anstieg, den es in den letzten 3 Jahrzehnten nicht gab. Schweden hat da sicher kein Interesse daran, den eigenen Weg zu kritisieren und falsche Daten einzustellen. Diese ganze behauptete Medienverschwörung bricht hier also in sich zusammen. Auch wird immer wieder falsch verstanden, worum es geht oder nicht geht: Die relative Sterblichkeitsrate ist interessant und wir werden dazu am Ende auch verlässlichere Zahlen erhalten. Viel wichtiger ist aber die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Virus und ob diese die Gesundheitssysteme (ohne Maßnahmen) zusammenbrechen lässt. Das hat der Virus in mehreren Ländern getan, weshalb selbst in Schweden eine starke Mobilitätsreduktion übrigens stattfindet, um dies zu verhindern. Außerdem gibt es nicht nur Tod und Leben, es gibt Spätschäden, Leiden etc. Die Corona-Kritiker versteifen sich nur auf den Tod, warum eigentlich?

  4. Mannigel, Günter says:

    Sehr geehrter Herr Gebauer, ich lasse meine alten, pflegebedürftigen Verwandten zu Hause versorgen – auch unter erheblichem persönlichen Einsatz – und habe sie nicht in geschlossene Einrichtungen abgeschoben, von denen man seit Jahrzehnten wissen kann, dass dort in der Regel die Versorgung dürftig ist und todbringene Keime häufig sind. Mein Ansatz wird von den “Corona-Massnahmen” in D gerade erheblich erschwert. Nur einer von unzähligen Kollateralschäden die Sie offensichtlich einfach nicht sehen oder aber nicht zur Kenntnis nehmen wollen. Ihre einseitige, scheuklappenhafte Sichtweise finde ich leider doch recht abstoßend. Und welche Folgen die üblichen “Corona-Maßnahmen” noch haben werden, werden wir in den kommenden Jahren sehen. Tod und Krankheit gehören zum Leben. VG

    1. Tod und Krankheit gehören zum Leben und daher sollten wir die Ausbreitung der Infektion und die Toten zulassen? Am Besten ginge es Ihrem Angehörigen in Ländern, wie Kambodscha (122 Infizierte), Vietnam (etwas über 300), Taiwan (knapp 500), Hongkong (etwas über 1000), aber auch Thailand (etwas über 3000)und Südkorea (ca. 11000). Dort schwanken die Fallzahlen zwischen 0 und 430 und das Risiko ist daher extrem gering. Diese Länder haben aber diese Epidemie mit Konsequenz und Geduld bekämpft und tun es weiter. Dort sieht man es auch nicht als Entwarnung an, dass Alte besonders gefährdet sind, man hat Respekt vor älteren Menschen und betrachtet das eher als Alarmsignal. Ich habe meine Mutter drei Jahre lang zu Hause bis zu Ihrem Tod gepflegt. Ich würde so eine Bedrohung ihres Lebens niemals mit der Klausel “Tod und Krankheit gehören zum Leben” abtun. Im Gegenteil, das ist doch das stärkste Argument für die Maßnahmen, dass Sie einen alten und gefährdeten Angehörigen haben. Was Sie als Scheuklappen bezeichnen, ist womöglich einfach nur eine starke Positionierung für den Wert des Lebens und für Fürsorge statt Egoismus.

  5. Jens D. says:

    Was sie verschweigen: Die meisten Menschen werden unter den in Kauf genommenen Folgen des weltweiten Lockdowns sterben und nicht an einem Virus.

    Der inszenierte Kampf ist das Problem, wenn wir als Menschheit doch schon lange zu anderen geistigen, feinstofflicheren Lösungen fähig werden, auch wenn diese keine gesellschaftlicher Konsens sind. Leider ist es eben so (siehe Geschichte der Menschheit), dass nicht automatisch immer die Mehrheit recht hat bzw. die besten Lösungen für Probleme hat.

    Ich plädiere für nicht weniger als ein neues Weltbild, einen neuen (selbst-)verantwortlichen Umgang mit Angst, Tod, und Solidarität, siehe auch meine vorherigen Kommentare, und das ist eben der Punkt, an dem Sie mich offenkundig nicht verstehen können.

    1. Nein der Lockdown führt zur Reduktion von Sterblichkeit (Unfälle, andere Infektionserkrankungen, Gewaltkriminalität). Wird die Epidemie nicht aufgehalten, könnte allerdings in der Tat aufgrund der Verheerungen noch mehr hinzukommen.

  6. Uwe A. says:

    Hallo, in die Runde… es ist intressant hier die Beiträge zu lesen.
    Es soll jeder seine Meinung haben. Für micht ist das, was unsere Politiker mit der Bevölkerung anstellen, nicht ganz verhältnismäßg.
    Es gibt in Deutschland jedes Jahr etwa 1 Mill. Tote. Etwa 340000 Krebstote. 240000 Herz-Kreislauftote. usw. Daraufhin gibt es noch keine so dramatischen Einschränkungen im Grundgesetz.
    Und ich finde es spannend, dass die WHO, die Charite Berlin (u.a. Herr Drosten) das RKI und weitere Organisationen, jährliche Spenden in fast Millionenhöhe von Herrn Gates bekommt, welcher sich für eine Gesamtimpfung einsetzt. Zufällig besitzt er auch horende Anteile an diverse Pharmabetriebe.
    Ein Schelm, wer da Hintergedanken hat.

    Zumal hatte Herr Drost noch vor einiger Zeit geäußert, dass ein Mundschutz in keinster Weise Schutz vor Ansteckungen bietet. Na ja man kann ja seine Meinung ändern.
    Da war doch mal was mit der Schweinegrippe.

    Ich fände es an der Zeit, dass wirklich neutrale fähige Mediziner einmal prüfen würden, ob und was ein herkömmlicher Virentest aussagt und ob er überhaupt so Aussagekräftig ist.

    Zumal auch die Belieferung der Testkits durch Charite und RKI erfolgt.
    Zum Thema Schweden glaube ich, dass der Umgang mit dem Virus richtig ist und war.

    1. Leider gehen Sie auf die Ausbreitung der Infektion nicht ein. Werden keine Maßnahmen ergriffen, kommt es (überall) zu Katastrophen. Dass jetzt so viele Menschen in der dritten Welt betroffen sind, liegt u.a. auch an der Rücksichtslosigkeit in Europa und den USA, wo die Epidemie nicht aufgehalten wurde. Wenn Sie Krebstote vergleichen, vergleichen Sie Äpfel mit Birnen. Diese werden ja nicht durch einen Erreger, sondern durch unzählige Ursachen bedingt und sie breiten sich nicht weltweit bedrohlich innerhalb kürzester Zeit die medizinischen Kapazitäten zusammenbrechend aus. Wie Schweden mit seiner enormen Totenanzahl (weitergehend), der Verweigerung der Krankenhausbehandlung und von Sauerstoff für ältere Menschen und der dennoch genauso starken Beeinträchtigung der Wirtschaft ein Vorbild sein soll, erschließt sich mir nicht.

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