Reisen hilft – Isolation und Tierausbeutung fördern Pandemien

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Reisen hilft – Isolation und Tierausbeutung fördern Pandemien

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Kommentare (4)

  1. Puh, dieser Artikel ist eine wilde Mischung aus “wir brauchen ganz viel Migration (=Reisen!!!), dann wird alles gut” und “wir dürfen keine Tiere mehr nutzen (=Ausbeutung!!!), dann wird alles gut”. Also, worauf warten wir dann noch? No Borders, no Nations! Den Sozialismus in seinem Lauf, halten weder SARS noch Ebola auf! Mit COVID-19 zur marxistischen Weltrevolution!

    Doch jetzt mal ernsthaft und der Reihe nach.

    Ihre Abneigung gegen den Nationalismus in Ehren, aber Menschen haben sich schon seit Urzeiten zu Gemeinschaften zusammengeschlossen, deren Furcht vor allem Fremden als eine urtümliche Überlebensstategie innewohnt. Seine Vollendung findet dieser Drang im Aufkommen der Nationalstaaten, wie es im Laufe der vergangenen 300 Jahre auf fast allen Kontinenten der Erde beobachtet werden konnte.

    Die Spanische Grippe 1918 hatte bei einer vom Ersten Weltkrieg ausgezehrten Bevölkerung in Europa leichtes Spiel. Von infizierten amerikanischen Soldaten ausgehend konnte die Krankheit aufgrund der immens erhöhten menschlichen Mobilität weiträumig in Europa verbreitet werden. Tatsächlich könnte daraus eine etwas größere Immunität gegenüber H1N1-Influenzaviren bei Europäern (wie zuletzt 2009 bei der sogenannten “Schweinegrippe” zu beobachten war) resultieren, die jedoch mit 25-50 Millionen Toten erkauft wurde.

    “Bekannt ist, dass isolierte Völker durch den Kontakt mit uns an für uns trivialen Erkrankungen sterben können”. Das ist korrekt und exakt so beschreibt es Jared Diamond in seinem Buch “Guns, Germs, and Steel: The Fates of Human Societies”. Nun war die Reisefreudigkeit der eurasischen Völker zur damaligen Zeit mangels des Vorhandenseins von Flugzeug und Eisenbahn nicht wesentlich größer ausgeprägt, als die der durch “Germs” unterworfenen Völker, um hierdurch eine ausgepräge Immunität zu erreichen. Vielmehr führte die Vielzahl an domestizierten Tierarten (Hunde, Katzen, Pferde, Schafe, Schweine, Esel, Rinder, Hühner, Ziegen…), deren intensive Nutzung sowie das mehr oder weniger enge Zusammenleben von Mensch und Tier im eurasischen Raum (hier als “Tierausbeutung” angeprangert) zu unzähligen Gelegenheiten, dass Krankheiten vom Tier auf den Menschen überspringen konnten, was wiederum zu einem Immunsystem führte, welches demjenigen der nord- und südamerikanischen Völker weit überlegen war.

    Bei Ihrer Auflistung der “Bestenliste” derjenigen Krankheiten, die vom Tier auf den Menschen übergesprungen sind haben Sie möglicherweise AIDS vergessen? Der HI-Virus sprang gemäß herrschender Meinung vom Schimpansen auf den Menschen über (möglicherweise durch Polio-Impfungen). Der Wechsel des Wirtes führt insbesondere bei Viren häufig zum Tod des neuen Wirtsorganismus, da der Erreger noch nicht an diesen angepasst ist (sieht man besonders “gut” bei Ebola, welches meistens in einer Blutorgie endet). Dies ist für den Virus eine wenig förderliche Ausbreitungsstrategie, denn überlebt der Wirt die Infektion nicht, stirbt der Virus ebenfalls.

    Und ohne jetzt am Ende auch noch das Fass aufmachen zu wollen, welche Ernährungsweise die “richtige” ist, oder ob die Verfügbarkeit tierischer Proteine nun die Entwicklung des menschlichen Gehirns massiv gefördert hat, oder nicht: Was macht Pflanzen zu so viel “besseren” Lebewesen als Tiere? Nach dieser Logik dürften auch keine Pilze mehr verspeist werden, was den Konsum weiterer Lebens-/Genussmittel wie Bier, Wein, Brot… ausschließen würde, die ohne Hefe undenkbar wären.

    Nun gibt es leider (?) nicht das Recht darauf, dort zu leben wo es einem am besten passt. Sollte dem doch so sein, würde ich ganz sicher nicht auf diesen seltsamen Essay antworten, sondern mir auf irgend einer Südseeinsel unter Palmen in einer Hängematte liegend von spärlich bekleideten eingeborenen Frauen jüngeren Alters Luft zufächeln lassen.

    –DomRep2020

    1. Sie schreiben aus der Perspektive einer Gesellschaft, die diese Pandemie hervorgebracht hat, bei Alten nunmehr Atemgeräte abstellen lässt (oder dies diskutiert), täglich Tierqual verursacht. Aus dieser Perspektive der Verursacher haben Sie Recht, aber aus einer anderen Perspektive haben Sie Unrecht. Und zu denm Pflanzen: Als Fleischesser vernichten Sie von diesen ein Vielfaches wie ein vegan lebender Mensch. Denn für ein Kilo der Körperteile enes getöten Tieres musste dieses gleich mehrere Kilo Pflanzen essen, zudem ist die Entwaldung ein Faktor, der durch Nutztierhaltung vorangetrieben wird, selbst den Ackerbau könnten wir bei veganer Lebensweise reduzieren und der Natur wieder freieren Raum geben, weil ein erheblicher Anteil der Flächen für den Anbau von Tierfutter gebraucht wird. Tiere empfinden wissenschaftlich belegt und eindeutig wahrnehmbar Schmerzen (reagieren deshalb auch wie wir auf Schmerzmittel, haben auch Gefühle und reagieren auf Beruhigungsmittel etc.), bei Pflanzen sind Schmerzen nicht nachgewiesen. Aber wenn sie diese haben sollten, spräche auch die dafür, zur veganen Lebensweise zu wechseln. Fleischessen ist ein parasitärer Verhaltenszug, der nur zerstört und nichts Gutes bewirkt.

      1. winter says:

        ich glaube Balance würde uns allen etwas gut tun.
        Bei, an manchen Stellen aggressiver Grundhaltung in der Gesellschaft, darf es nicht zur Eskalation kommen.
        Es ist schon traurig genug, wenn wir viel Geld ausgeben um die Wirtschaft zu retten aber für einen innovativen Mundschutz 10 € zu viel sind.
        Es muss nicht jeder Vegetarier werden aber der Fleisch gern isst sollte hinschauen wo es herkommt und wie man mit den Tieren umgeht.

        1. Wobei jede Tierhaltung das Risiko von Zoonosen erhöht. Zudem werden Tieren überall in Massen “gekeult”, wenn beispielsweise die Vogelgrippe ausbricht, auch in Bio-Betrieben. Wie soll das verhindert werden oder soll die Ausbreitung erlaubt werden? Sterblichkeit beim Menschen ist übrigens 60 %. Ich denke, das Töten und das Essen von Tieren verstößt bereits in sich gegen die Balance, die Sie berechtigt einfordern.

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