Neun Hauptirrtümer der Corona-Kritiker

Sie sind hier:
/
/
Neun Hauptirrtümer der Corona-Kritiker

Geschrieben von

Kommentare (20)

  1. Vanessa says:

    Sehr guter Artikel!

  2. Bernhard says:

    Ob die Kritiker vielleicht auch recht haben? Nicht nur Irrtürmern aufsitzen?
    Aus meiner Sicht fehlen Daten. Zum einen fehlen sie wirklich, zum anderen wurden sie nur nicht veröffentlicht.
    Wir sehen ja eine Angstmache durch Selektive Information in den Massenmedien. Infektionszahlen und Todeszahlen werden immer genannt, nicht jedoch der Rest. Das ist, als würde ich allein aus der Geburtenzahl ableiten können, ob eine Population wächst oder nicht.
    Wenn man dann noch alle Kritiker mundtot macht und Papayas und Ziegen Corona positiv getestet werden, kann man doch vom Glauben abfallen.
    Zudem lassen die in der Presse noch verheimlichten Kollateralschäden auf der ganzen Welt die Maßnahmen zur Eindämmung von Corona wie einen Pyrrus-Sieg erscheinen. Verhältnismäßigkeit geht anders.
    Sie als Psychologe haben sicher gesehen, dass es hier um unbewusste Muster geht, sowohl auf Seiten der Kritiker als auch auf Seiten der Gläubigen. Da kann man wirklich nur schwer mit Argumenten kommen. Gut finde ich jedoch, das Gemeinsam Menschliche zu betonen, Mitgefühl, Respekt und Vertrauen. Angst ist kein guter Ratgeber.

    1. Leider gehen Sie auf keines der Argumente in meinem Artikel ein. Es fehlen viele Daten, wie immer am Anfang eines neuen Sachverhaltes, die 100000 Corona-Toten in den USA sind aber echt, ebenso die Übersterblichkeit, auch die Bilder der zusammenbrechenden Gesundheitssysteme und die Erfahrungen der Ärzte und Krankenschwestern. All dies scheinen Sie auszublenden, warum? Ich glaube, ich weiß es tatsächlich als Psychologe, warum: Ihre Wortwahl “verheimlichen” weist darauf hin, dass Sie Böses vermuten, dabei wird gar nichts verheimlicht, sondern virulent berichtet.

      1. Bernhard says:

        Da Sie nicht in D leben, wissen Sie vielleicht nicht, dass in den ersten Wochen in der Presse alles verharmlost wurde, dann alles nur Hofberichterstattung war. Erst langsam, seit ca. 3 Wochen kommt Kritik in den Qualitätsmedien auf.
        Ja, die Bilder sind eindrücklich gewesen, Särge, Krankenhäuser, Schlagzeilen. Wir werden sehen, was davon wahr war.
        Ich nehme jetzt zu Punkt 1 Ihrer Irrtümer Stellung.
        Angst vor dem Tod ist ein starker Motivator für alle, auch für Psychologen. Wer den Tod vermeiden will, muss wirklich viel tun und ertragen, verliert aber immer das Leben. Natürlich ist jeder Todesfall schlimm. Wo es vermeidbar ist, soll es vermieden werden, wenn sich die Polulation das leisten kann. Auch der Tod alter Menschen ist schlimm. Man kann darüber diskutieren, was es kosten darf, ihn hinaus zu schieben. Man kann auch diskutieren, warum manche Länder ihre Gesundheitssysteme vernachlässigen. Das ist wichtig. Dumm ist es, nur mit dem Argument Leben zu retten, Katastrophen zu erzeugen, die andere Leben zerstören. In D haben wir kumulativ noch keine Übersterblichkeit und leere Krankenhäuser, aber immense Suizidraten, verhinderte Krebs-OPs und eine Spaltung in der Bevölkerung. Das wird in jedem Land anders sein. Ich sage es noch einmal. Angst ist kein guter Ratgeber. Das sagt in dem Zusammenhang auch ein Nobelpreisträger,
        https://www.blick.ch/news/ausland/regierungen-seien-kopflos-in-panik-geraten-der-lockdown-rettete-keine-leben-er-hat-moeglicherweise-leben-gekostet-sagt-nobelpreistraeger-id15905201.html

        1. Ich lese auch deutsche Medien, habe Familie, Freunde und Mitarbeiter in Deutschland. Ich denke, von außen kann man eine Situation oft besser beurteilen. So denken Sie, es sei eine Katastrophe erzeugt worden. Ich denke, es wurde eine Katastrophe verhindert. Ich sehe keine Katastrophe, auch in den Übersterblichkeitszahlen nicht. Die Sterblichkeitszahlen der Länder Italien, Frankreich, Schweden, Spanien etc. passen sehr gut zu den dokumentierten Totenzahlen, es gibt keinen Hinweis darauf, dass die Maßnahmen Tote erzeugt haben. Auch in dem Bericht, den Sie verlinkt haben, kann ich außer starker Behauptungen nichts dergleichen erkennen. Ohne die Maßnahmen wäre aber eine Katastrophe wie in Italien, Frankreich, Spanien, USA, Brasilien unvermeidbar gewesen. Schauen Sie nach Schweden, USA, Brasilien, um zu erkennen, was passiert, wenn Maßnahme zu spät oder nicht konsequent genug umgesetzt werden. Oder schauen Sie nach Vietnam, wo es überhaupt keine höhere Sterblichkeit gibt, aber Maßnahmen mehr als 4 Monate galten, jetzt kann dafür wieder jeder angstfrei zur Schule gehen. Angst ist kein guter Ratgeber, das stimmt, ich denke, die Maßnahmen entsprachen der Vernunft.

  3. Ulrich says:

    Hallo Herr Gebauer,

    Ich lese ihre Artikel immer sehr interessiert, weil die Schlüsse die Sie ziehen zeigt, dass sie Menschen mögen und sie der Menschlichkeit näher bringen wollen!
    Auch hier in der C19 Zeit ist es doch klar, worum es geht (Prof. Drosten macht es auch sehr gut, man versteht,was er sagt) Menschlichkeit – sag mir wie du mit den Kranken und Alten umgehst und ich sage dir wer du bist!

    Danke, das Sie sich Einbringen!

  4. Ulrike Wiesemann says:

    Es ist sehr wohltuend, detailiert und fundiert zu lesen, was ich ähnlich denke und immer dann gerne parat hätte, wenn die tief verunsicherten Menschen, die sich betrogen fühlen, sich ereifern und in Spekulationen verirren. Vielen Dank dafür.

    1. Ich schreibe es auch aus den gleichen Gründen auf, es ist tatsächlich eine Verirrung und auch in gewisser Weise eine Verlorenheit.

  5. Karin says:

    Hallo Herr Gebauer,
    Ich bin auch der Meinung , das die Bundesregierung und die Medien das ganze ohne Angst und Panikmache hätten reagieren können.
    Es gibt so viele Möglichkeiten und ich finde es ist eine absolut übertriebene Maßnahme. Ihre Sichtweise finde ich sehr einseitig. Man weiß bis heute nicht wieviele Tote es gibt, weil Operationen abgesagt wurden,. Die Tests weltweit sehr ungenau sind und vieles mehr ich finde es zu komplex um eine Mainstream Meinung gelten zu lassen.
    Wer redet davon das täglich 24.000 Kinder an Hunger sterben? Ganz zu Schweigen von den Krebstoten täglich und all die anderen Krankheiten. Sie alle haben ebenso mein Mitgefühl.
    Was macht unsere Regierung da? Handelt sie ? Verbietet sie Glyphosat, schlechte Nahrung, sinnloses geschlachte von Tieren? Vergiften von Wasser ? Die Liste ist lang und würde den Rahmen sprengen.
    Die Wissenschaftlicher , die Ärzte, die Politik sind sich nicht einig. Große Aufgabe und unterschiedliche Meinungen, aber bitte keine Spaltung wie es gerade in den Medien passiert und bitte anderen Meinungen Raum geben. Sie als Psychologe sollten das eigentlich wissen.
    Aufklärung wäre schön und nicht Angst und Panikmache. Mich freut es sehr,das es auch andere Meinungen gibt ,als die Ihre und die der Massenmedien

    Mit freundlichen Grüßen

    1. Leider gehen Sie auf meinen Text gar nicht ein, sondern sagen nur, dass Sie ihn einseitig finden. Da aber keinerlei Bezug auf meine Argumente erfolgt, ist eine Diskussion schwierig. Womöglich haben Sie den Punkt auch gar nicht verstanden: Dort, wo die Maßnahmen nicht rechtzeitig kamen (Italien, Spanien, Frankreich etc.) wurden keine Operationen aus Spaß verschoben, sondern die Krankenhäuser waren komplett überfüllt mit Kranken, wie es sie nie zuvor dort gab. Durch die Maßnahmen wurde dies der Bevölkerung in Deutschland bisher erspart. Mit diesen Fakten sollten Sie sich auseinandersetzen, anstatt die Wirklichkeit mit Tunnelblick auszusparen.

      1. Karin says:

        Es scheint mir so als würden sie die alleinige Wahrheit erkannt haben. Der Rest ist Verschwörung, Tunnelblick oder hat die Lage nicht erkannt. Gratulation.
        Ihre Fakten zählen. Sie sind ja auch Psychologe.

        1. Nein, die alleinige Wahrheit, was immer das ist, habe ich nicht. Aber Sie gehen in Ihrem Kommentar auf keinen einzigen Aspekt aus dem Artikel ein. Sie bleiben extrem allgemein und scheinen gar nicht über die vorgebrachten Argumente sprechen zu wollen. Das scheint mir wie eine Verweigerung der Diskussion und wie ein Tunnelblick. Ich würde mich aber noch freuen, wenn Sie auf die genannten 9 Aspekte oder einen davon eingehen würden.

  6. M. H. says:

    Vielen Dank, Herr Gebauer, für Ihren Artikel.
    Gerade im Bereich der Leute, die sich auch auf Ihrem Portal bewegen, finden sich m.E. leider sehr viele Menschen, die sich solchen Verirrungen hingeben und es ist schwer, in ein GEspräch zu kommen.
    Und es ist erschreckend zu sehen, wie auch im eigenen Freundeskreis immer mehr Menschen Theorien nachzugehen beginnen, die einer rationalen Grundlage entbehren. Wobei ich auf jeden Fall verstehe, wenn man von Ängsten und Unsicherheiten geplagt wird – denn das geht uns allen so.

    1. Ebenfalls Dank für Ihren Kommentar. Ich fürchte, dass unser Portal hier die Gesellschaft widerspiegelt, wobei ich die “hartgesottenen” und rechtslastigen Verschwörungstheoretiker bei uns aber sicher weniger sind als anderswo. Trotzdem scheint es eine große Verunsicherung zu geben, die einerseits berechtigt ist (wer sollte nicht verunsichert in einer solchen Situation sein?), die aber leider dann in Irrationalität verfällt und die Wirklichkeit nicht mehr zur Kenntnis nimmt. Insofern hoffe ich auch, dass dem einen oder anderen Leser/in mein Artikel hilft, die Verunsicherung klarer in eine rational-realitätsgetreue Analyse zu verwandeln.

  7. Stefan says:

    Den Begriff “Corona-Kritiker” finde ich sehr unspezifisch, deshalb meine Frage: Wen genau meinen Sie damit?

    Zählen Sie zu den “Corona-Kritikern” jeden, der die Verhältnismäßigkeit bestehender Maßnahmen anzweifelt? Oder nur diejenigen, die sich dabei auf irrationale Verschwörungsheorien stützen?

    Kritik an Regierungsentscheidungen ist legitim und wichtig in einer demokratischen Gesellschaft, daran sehe ich nichts pauschal Negatives. Problematisch wird es erst, wenn das Problem (die Pandemie) als Ganzes geleugnet oder bagatellisiert wird.

    1. Bisher sind mir nur Kritiker begegnet, die entweder (1) sich auf dunkle Mächte oder ihr Gefühl beriefen, da sei etwas Böses, oder die bestimmte Personen (Gates) oder Maßnahmen (Impfungen) verantwortlich machten für die Erkrankung, oder aber (2) solche, die nach meiner Einschätzung allen oder einigen der in diesem Artikel beschriebenen Irrtümern unterliegen, die ja nichts per se mit Verschwörungstheorien zu tun haben. Aber gerne höre ich von Ihnen, wie Sie die mangelnde Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen begründen? Gerne lerne ich andere Gesichtspunkte kennen und diskutiere darüber.

  8. Stefan says:

    Gerne gebe ich Ihnen ein Beispiel, was ich meine. Ich finde es vernünftig und gut begründbar, dass Gruppenbildungen und insbesondere Großveranstaltungen nicht erlaubt sind. Das Infektionsrisiko ist hoch und die Infektionsketten schwer nachvollziehbar.

    Ich finde es aber zu viel verlangt, wenn Menschen selbst Familienangehörige oder gute Freunde nicht mehr sehen sollen. So etwas kann man von Menschen auf Dauer nicht abverlangen. weil sie sonst psychisch verkümmern.

    Wochenlang habe ich auch alle persönlichen Kontakte (außer auf der Arbeit) nur auf Telefon und Video beschränkt. Kürzlich hab ich aber erstmals wieder eine gute Bekannte besucht und dafür auch eine weitere Zugfahrt auf mich genommen. Weil wir beide das wollten und weil persönliche Kontakte gerade in Krisenzeiten wichtig sind; weil sie Halt, Trost und Kraft spenden. Es handelte sich um einen reinen Zweierkontakt, da ist das Risiko aus meiner Sicht überschaubar, die Infektionskette wäre im Zweifel gut nachverfolgbar. Deshalb wehre ich dagegen, Menschen für solche persönlichen und gut überschaubaren Kontakte moralisch zu verurteilen.

    Eine andere Gruppe, um die es mir sehr leid tut, sind die Kinder und Jugendlichen, die ihre Freunde nicht mehr treffen dürfen oder durften, die nicht mehr frei und unbefangen mit ihren Altersgenossen spielen dürfen. Den Kindern raubt man damit – überspitzt gesagt – ein wichtiges Stück ihrer Kindheit, ähnlich wie z.B. auch die Kriegsgeneration ihrer Kindheit beraubt wurde. Ich habe wirklich Sorge, wir ziehen uns da eine Generation von kontakt- und bindungsgestörten Menschen heran. Ich frage mich, was macht das mit Kindern, wenn sie von kleinauf lernen, andere Menschen (auch Gleichaltrige) als potentielle Bedrohung wahrzunehmen? Werden sie sich später jemals unbefangen und angstfrei auf Beziehunen einlassen können?

    Natürlich müssen auch Kinder irgendwo ihren Beitrag leisten (z.B. durch das Tragen von Masken), aber ihnen die gleichen strengen Regeln abzuverlangen wie von Erwachsenen, geht meiner Meinung nach zu weit. Das hat für mich in letzter Konsequenz sogar etwas Missbräuchliches, weil wir den Kindern damit eine Verantwortung aufbürden, die wir als Erwachsene eigentlich selber tragen und aushalten müssen. Wir als Erwachsene müssen uns gegenseitig schützen, Abstandhalten usw. Aber bitte lasst den Kindern hre Kindheit, wo immer das möglich ist. Dazu gehören für mich auch (zumindest begrenzte) Kontakte mit Gleichaltrigen.

    1. Grundsätzlich sollen Maßnahmen immer nur so einschränkend sein, wie es notwendig ist. Hätten ab Februar alle Gesichtsmasken getragen, womöglich befänden wir uns in einer ganz anderen Situation. Aber dem ist nun einmal leider nicht so. Ich denke nicht, dass man den Kindern ihre Kindheit raubt. Kinder können so etwas sehr gut bewältigen, wenn man es erklärt und sie haben ja ihre wichtigsten Bezugspersonen um sich. Viel schlimmer ist es für Kinder, wenn Eltern oder Großeltern sterben. Tatsächlich haben sehr viele Kinder durch diese Pandemie bereits ihre Eltern oder Großeltern verloren. Das ist das Schlimmste, was einem Kind passieren kann und wir sollten die Maßnahmen so ausrichten, dass schlimmere Folgen bei weitem höher bewertet werden als leichtere mögliche Folgen. Ich sehe nicht die geringste Gefahr, dass wir eine Generation von bindungsgestörten Kindern heranziehen, die positiven Folgen (Intensivierung des Kontaktes zu den Eltern, neue Rolle von Eltern mit mehr Verantwortung für Lernzwecke etc.) und die negativen Folgen werden sich ausbalancieren. Schließlich müssen wir eben auch an die Erwachsenen und Kinder in anderen Teilen der Welt denken, die diese Erkrankung noch schlechter bewältigen können und wo weitaus mehr Traumata verbleiben könnten für die Überlebenden. Sachlage ist, dass wir unsere Zahlen massiv weiter reduzieren müssen, wenn wir die Anzahl exportierter Fälle in diese Länder weiter reduzieren wollen, was eben auch zu einer solidarischen Menschheit gehört. Kambodscha hat gerade wieder zwei neue importierte Fälle aus den USA. Nun musste Kambodscha eine 14 tägige Quarantäne für alle Einreisenden in Regierungseinrichtungen einführen, weil eine Explosion der Epidemie zur Zerstörung des ganzen Landes führen könnte. Das ist sehr schade, denn wenn die USA die Epidemie genauso intensiv bekämpfen würde, wie Kambodscha, bräuchte eines der ärmsten Länder in Asien nicht diese wirtschaftichen Schäden erleiden. Je weniger Maßnahmen wir ergreifen zur Eindämmug der Epidemie, desto mehr zwingen wir die armen Länder aus Selbsterhalt mehr Maßnahmen zu ergreifen und damit die soziale Situation der Bevölkerung zu verschlechtern. Ich denke, die reichen Länder sollten vorangehen und bei sich die Epidemie eindämmen mit genau so geringen Fallzahlen als Ergebnis wie sie andere Länder haben (z.B. Thailand 1-3 pro Tag), die erfolgreich eingedämmt haben. Übrigens ließe sich diese Epidemie vermutlich sogar sehr viel schneller beenden: Wenn die notwendigen Milliarden für Atemschutzmaßnahmen hoher Qualität für die Gesamtbevölkerung zur Verfügung gestellt werden würden, würde eine Maskenpflicht + Maßnahmen für Restaurants aller Wahrscheinlichkeit genügen. Es ist sehr schade, dass diese Maßnahme nicht einmal diskutiert wird. Außerdem haben uns andere Länder (Vietnam, Kambodscha, Thailand) vorgemacht, dass selbst bei viel geringeren Testkapazitäten, aber viel intensiverer Nachverfolgung der Fälle die Epidemie eingedämmt werden kann. Hätten wir zudem die bestehenden Maßnahmen ohne Veränderung 4-6 Wochen fortgesetzt, wären es vermutlich ebensofalls nur noch Fälle pro Tag im enstelligen Bereich, die umfangreich hätten nachverfolgt werden können. In Vietnam hinterließ ein britisches Ehepaar im ganzen Land neue Infizierte, obwohl sie zu keiner Massenveranstaltung gingen. Die Infizierten fanden sich in Cafes, Restaurants und Hotels in verschiedenen Städten und Orten. Es ist also unwahrscheinlich wichtig, pro Einzelfall ggf. hunderte oder mehr andere Personen zu testen, Vietnam hat pro Infiziertem durch Nachverfolgung der Orte, wo sie waren, im Durchschnitt knapp 1000 andere Personen getestet. Dafür hat Vietnam jetzt nahezu keine Fälle und alle, die sie haben, sind importiert (aktuell) durch Vietnamesen, die aus Europa oder den USA zurückkehren. Alle Kinder in Vietnam sind jetzt nach 4 Monaten wieder in den Schulen und freuen sich darüber. Bei NULL Toten und unter 400 Fällen (von denen viele Touristen waren) hat Vietnam einer sehr großen Anzahl an Kindern das Leid erspart, was entsteht, wenn Eltewrn, Großeltern und andere geliebte Verwandte an so einer Infektionskrankheit sterben – dies allein und ohne dass ein direkter Abschied möglich wäre. Ich denke an der Verhinderung solcher schrecklicher Ereignisse sollten wir alle Maßnahmen ausrichten, um solche Ereignisse so weit irgend möglich zu reduzieren. Andere Länder haben uns gezeigt, dass es geht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.