Lockdown: Zu spät und zu wenig

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Lockdown: Zu spät und zu wenig

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Kommentare (16)

  1. Stefan says:

    Inhaltlich stimme ich Ihnen im Großen und Ganzen zu: Es gibt gute Argumente für eine (vorübergehende) Schließung auch von Schulen und Kirchen. Die Art und Weise, wie Sie über Menschen mit anderer Meinung urteilen, finde ich aber etwas grenzfertig, wenn ich das so offen sagen darf.

    – Wenn in der Politik über die berechtigten Sorgen von Eltern diskutiert wird, wie sie die Kinderbetreuung bei einer möglichen Schulschließung sicherstellen sollen, dann ist das kein “lamentieren”, sondern ein notwendiges Abwägen von Vor- und Nachteilen, das vollkommen legitim und auch notwendig ist. Das Wort “lamentieren”, drückt eine gewisse Geringschätzung aus, deshalb meine Frage: Wen oder was wollen Sie mit so einem Stil erreichen? Individuelle Sorgen und Probleme von Menschen muss man IMMER ernst nehmen, auch wenn sie selber vielleicht nicht versteht.

    – Wenn Wissenschaftler und Politiker davon sprechen, wir müssten “mit dem Virus leben lernen”, dann ist das diskussions- und auch kritikwürdig. Es ist aber noch nicht zwangsläufig eine “Ideologie der Kapitulation “. Kapitulation hieße, gar nichts zu unternehmen und das Virus unkontrolliert laufen zu lassen. Das will zum Glück nur eine kleine radikalisierte Minderheit. Dazwischen gibt es jede Menge an Grautönen, die man in einer demokratischen Diskussion ertragen muss, ohne sie gleich als “Ideologie” abzustempeln.

    Meine Meinung kennen Sie: Ich halte den jetzigen Lockdown schweren Herzens für notwendig, weil es mit Appellen an die Eigenverantwortung leider nicht hinreichend funktioniert hat. Auch ich bin aber immer wieder am Zweifeln: Sind derart scharfe Beschränkungen wirklich notwendig, oder gibt es nicht doch auch mildere Mittel, die eine ähnliche Wirkung erzielen? Ich bin jederzeit bereit, mir dazu die unterschiedlichsten Meinungen anzuhören, ohne sie gleich als “Ideologie” abzuqualifizieren. Damit erhebt man sich sein Gegenüber in einer Weise, die niemandem zusteht. Von Ideologie würde ich erst dort sprechen, wo rechtes Gedankengut und/oder Verschwörungstheorien dazukommen, die logisch nicht mehr nachvollziehbar sind. Das sehe ich aber nur bei einer Minderheit.

    Aus Ihren Beiträge spricht für mein Empfinden immer öfter ein moralischer Rigorismus, der (zumindest wirkt es so) nur den einen einzigen, allein richtigen Weg für sich proklamiert; nämlich einen möglichst strengen und umfassenden, lang andauernden Lockdown. Aus virologischer Sicht spricht vieles dafür, dass das so ist. Die rein virologische Perspektive ist aber nicht die einzige, die eine Gesellschaft berücksichtigen muss, sondern da gibt es immer auch andere Aspekte (soziale, psychologische, wirtschaftliche usw.) die in den Entscheidungsprozess mit einfließen müssen.
    Für welchen Weg im Umgang mit der Pandemie sich eine Gesellschaft letztendlich entscheidet, müssen die demokratischen Instanzen in einem sorgfältigen Abwägungsprozess entscheiden. Das dabei lebhafte und auch harte Diskussionen entstehen, ist normal. Begriffe wie “Ideologie der Kapitulation” oder “lamentieren” helfen meines Erachtens aber nicht zur Konsensfindung, sondern verhärten die Fronten und erschweren damit das Finden von Lösungen, die allgemein akzeptiert und mitgetragen werden. Denn nur darum geht es letztendlich.

    Noch etwas: Ich bin übrigens sehr froh, dass sich Selbsthilfegruppen (z.B. für Menschen mit psychischen Problemen) weiter treffen dürfen, was im ersten Lockdown nicht der Fall war. Das zeigt, dass man inzwischen auch die psychischen Bedürfnisse der Menschen ernst nimmt und offener ist für Kompromisslösungen.

    1. Sachlage ist, dass es eine Reihe von Ländern gibt, die diese Epidemie nahezu komplett ausbremsen konnten – ohne oder mit sehr wenigen Toten. Sachlage ist zudem, dass sich gerade arme Länder diese Epidemie am wenigsten leisten können. Ebenso ist es Sachlage, dass Europa und die USA massiv zum Export der Epidemie durch ihre unkontrollierten Ausbreitung in den eigenen Ländern beitragen und damit alle gefährden.

      In Anbetracht der Sachlage, dass Krankenhäuser davor warnen, dass es in drei Wochen schon nicht mehr genug Intensivbetten geben könnte, bezeichne ich in der Tat die Sorgen, die eigenen Kinder ganztags betreuen zu müssen, als lamentieren. Dies auch vor dem Hintergrund der Meinung in Europa, dass Flüchtlingskinder teils seit Jahren keine Schule etc. benötigen. Für diese sind Lager genug. Nur in diesem Kontext ist meine Bemerkung einzuordnen.

      Ich stimme der Hierarchie des Lebenswertes – hier die Europäer und ihre Kinder, dort alle anderen und ihre Kinder – nicht zu. Ich finde in dieser weltweiten Krise das Verhalten der europäischen Länder unsolidarisch und nicht akzeptabel. Das mag dann als moralischer Rigorismus wirken, auch wenn er es nicht ist.

      Studien zeigen übrigens, dass Online-Therapieangebote genauso wirksam sind wie Offline Angebote. Schon jetzt fallen viele Therapeuten wegen Kontakten zu erkrankten oder positiv getesteten Patienten aus – ein Kollege ist auch dadrunter. In den meisten Fällen hätte dies durch konsequente Video-Therapie vermieden werden können. Nun werden die Stunden auch per Video absolviert oder sie werden ganz abgesagt – ist das besser?

      90 % der Selbsthilfegruppen können sich mit den heutigen Möglichkeiten wunderbar Online treffen, sowohl in einem virtuellen Raum, als auch je nach Bedarf verteilt in mehreren virtuellen Räumen. Zusätzliche Spaziergänge von jeweils zwei Personen draußen mit Maske könnten ebenfalls organisiert werden. Sich in einem Innenraum in einer Gruppe zu treffen, halte ich nicht für sinnvoll. Übrigens werden für viele, die Selbsthilfegruppen besuchen, die psychischen Auswirkungen der Erkrankung, wenn man sich selbst infiziert, oder wenn sich Angehörige infizieren oder wenn man selber Gruppenmitglieder infiziert auch stark sein.

      Wir werden nach alledem noch jahrelang Selbsthilfegruppen haben von Menschen, die große Verlust erlitten, weil dieser Pandemie nicht mit Verantwortung begegnet wurde. Es wäre besser gewesen, uns allen dies zu ersparen.

      Für die Notfallbetreuung kommt das natürlich meistens nicht in Frage. Genau deshalb – damit alle, die es brauchen, behandelt werden können, sollte die Gesellschaft sich solidarisch verhalten, anstatt so weiter zu machen bis alle Krankenhäuser dicht und tausende weitere Tote produziert worden sind.

      Wie Sie wissen, fand ich die erneute Nachlässigkeit seit Juli unerträglich und in der Tat wären die Maßnahmen jetzt (die nun unzureichend sind) wohl nicht notwendig gewesen, wenn ein verantwortungsvolles und solidarisches Verhalten gezeigt worden wäre. Das war aber nicht so und deshalb war die jetzigen Situation leider vorhersehbar.

      Gestern bereits 4000 Tote in Europa an nur einem Tag – das Leid dieser Menschen und ihrer Angehörigen sollte nicht vergessen werden. Zehntausende weitere Menschen in Europa werden nun völlig unnötig ihr Leben verlieren (im allerbesten Fall), vermutlich weitaus mehr.

      Rechnen sie für jeden Verstorbenen 5 betroffene Angehörige hinzu und zur Quantifizierung überlebender, aber schwerer und damit oft hoch traumatisierender Fälle sicherlich noch einmal den Faktor zehn. Wir reden also von Millionen schwer Betroffenen.

      Zudem müssen Sie auch an die Menschen denken, die jetzt deshalb psychisch erkranken oder Angststörungen entwickeln, weil sie sich nicht ausreichend geschützt fühlen, was ja der Realität entspricht. Wir sollten auch diese nicht vergessen. Es gibt überzeugende Analysen, dass in Deutschland der erste Lockdown übrigens offenbar mit einer Abnahme der Suizide einherging, man also einen Lockdown so gestalten kann, dass es nicht zu eskalierenden Entwicklungen kommt.

      Es ist schon enormes Leid, was die Zulassung der Ausbreitung der Epidemie erzeugt.

      Man hätte es nach meiner Überzeugung nie so weit kommen lassen dürfen, zumal wir ja alle gemeinsam in anderen Ländern sehen konnten, dass es genau so weit kommen würde. Es ist ja nicht so, dass wir von der zweiten Welle überrascht worden wären. Wir haben sie sehenden Auges zugelassen.

      Immer mehr Schulen machen bereits zu wegen Infektionsfällen, es werden mehr werden. Immer mehr Briefe werden versandt, Kinder sollten in Quarantäne. Diese verpassen dann auch Unterricht. Erzeugt werden dadurch zusätzliche Ungleichheiten. Ein Bekannter hat auch so einen Brief erhalten, wenn auch mit 9 Tagen Verspätung.

      Am Ende wurde nichts gewonnen und alle werden erneut durch die zu späte Reaktion verloren haben.

  2. Aufklärung! says:

    Lest Clemens G. Arvays Buch “Wir können es besser” und das Buch von Sucharit Bhakdi und Karina Reiss “Corona Fehlalarm? Zahlen, Daten und Hintergründe”, dann versteht ihr, dass der geistige Virus weit tödlicher ist als alle physischen Viren zusammen!

    1. Nein, dies ist keine Aufklärung, sondern Desinformation, wie Sie den Fakten und Argumenten auch in diesem Blog entnehmen können. Diese Woche ist Covid-19 die häufigste Todesursache in den USA gewesen – mehr Tode durch Covid-19 als durch Krebs und Herzkreislauf-Erkrankungen. Leider aber verbreiten Sie Desinformationen, die geeignet sind, das Leben von Menschen zu gefährden.

      1. Aufklärung! says:

        Schaut euch (PROPAGANDA-LINK ENTFERNT) an; dann seht ihr, dass selbst Herr Wieler deutlich sagt, dass die angeblichen Covid-19-Toten an Altersschwäche, Multimorbidität und Mehrfachinfektionen durch unterschiedliche Viren, Bakterien und Pilze verstarben, weil sie eben alt und krank waren und ihr Immunsystem schwach war. Durch den Panik-Terror war ihr Immunsystem zusätzlich auf der Ebene des Nerven- und Hormonsystems reduziert. Wielers Argument für eine in vivo Impfung gilt natürlich umso mehr für die in vitro PCR-Positiv-Testung, die faktisch nur aussagt, dass ein isolierter Genabschnitt eines Virus in vitro in einer bis zu 1 zu 2 hoch 45 Verdünnung (das sind ca. 1 zu 32 Billionen, eine Billion ist 10 hoch 12) gefunden wurde – aber eben kein reproduktionsfähiges Virus in einem biologischen Medium, geschweige denn eine Erkrankung eines Lebewesens. Das sind ein Zweiunddreißigstel eines ppms eines ppms (ppm = part per million), ein um mindestens 4 Größenordnungen unter der direkten Nachweisgrenze jeder beliebigen Chemikalie liegender Wert.

        Das RKI hat von Anfang an diese jetzt für die Impfung geforderten genauen Untersuchungen verboten. Erst der Rechtsmediziner des Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), Prof. Klaus Püschel setzte sich darüber hinweg (PROPAGANDA-LINK ENTFERNT). Der “zeitliche Zusammenhang” (statistische Korrelation) ist eben keine kausale Ursachenzuschreibung, weder bei einer PCR-Testung noch bei einer Impfung.

        Jemand mit einer zumindest rudimentären Wissenschaftsausbildung wie Sie Herr Dr. Gebauer, sollte das wissen. Da Sie aber weder von Logik noch von Vernunft noch von Empirie überzeugbar sind, können Sie sich freilich auch über Kapazitäten auf den jeweiligen Gebieten ohne Begründung hinwegsetzen, indem Sie diese ignorierend wegwischen. Aber selbst bei jemandem wie Ihnen, der sich grundsätzlich nur mit seiner privaten Ideenbildung, aber nie mit anderen Positionen, Perspektiven, Erfahrungen, Fachbereichen und deren Argumenten auseinandersetzt, darf man die zumindest theoretische Möglichkeit nicht außer Acht lassen, ein Zurückfinden zur Realität erster Ordnung anzunehmen, wenn am Ende Billanz gezogen wird und die zehn bis hundert mal höhere Mortalität, die durch die Maßnahmen erzeugt worden ist, nicht mehr geleugnet werden kann. Aber die Toten werden es wenigstens hinter sich haben; der Schaden für die Überlebenden der Maßnahmen erzeugt jetzt schon abermillionen- bis milliardenfaches Leid!

        1. Es macht keinen Sinn, die Diskussion fortzuführen. Sie sind in einer Haltung der Leugnung und werden womöglich selbst dann noch leugnen, wenn Sie selbst oder Ihre Angehörigen betroffen sind. Es handelt sich nach meiner Einschätzung (auch bestärkt durch meine E-mail-Kommunikation mit Querdenkern) um ein wahnhaftes Erleben, was durch Fakten nicht korrigierbar ist. Bei 2000 bis 3000 Toten pro Tag in den USA, mittlerweile mehr als 5000 in Europa und massiver Übersterblichkeit scheint es mir, dass Ihre nach meiner Einschätzung wahnhafte Verarbeitung jeden Ansatz von Mitgefühl und Empathie bei Ihnen aktuell blockiert.

          1. Papst says:

            Sie sind wirklich ein Knallkopf, der sich öffentlich lächerlich macht mit seinen im wahrsten Sinne un-sinnigen Kommentaren. Die kambodschanische Luft scheint Ihnen nicht gut zu tun.

          2. Schon Ihre Formulierungen machen deutlich, welches Geistes Kind sie sind. Ich denke, wir sollten jede Diskussion miteinander beenden.

  3. Stefan says:

    Ich bin nicht der Meinung von “Aufklärung!” und stehe verschwörungstheoretischen Ansätzen ebenfalls extrem kritisch gegenüber. Eines würde mich aber doch interessieren: Was genau ist für Sie ein “Propaganda-Link”. Sie haben ja schon einige Links in den Kommentaren stehen lassen, wo ist da für Sie das Unterscheidungskriterium?

    1. Links, die zu einer Gesundgefährdung der Bevölkerung führen können, werden von mir nicht mehr freigeschaltet. Es besteht die begründete Gefahr, dass ich dadurch Mitverantwortung haben würde, dass sich solche Links verbreiten und einzelne Menschen zu falschen Schlüssen gelangen, die ihnen im schlimmsten Fall ihre Gesundheit ruinieren. Ich betrachte die Corona-Leugner mittlerweile als eine Bewegung und Position, die vergleichbar in ihrer Menschenverachtung mit dem Rechtsextremismus ist und verzichte daher nunmehr darauf, deren Links hier zu veröffentlichen. Meine veränderte Position beruht darauf, dass ich monatelang per E-mail mit diesen Herrschaften diskutierte und festgestellt habe, dass gar kein Interesse an der Realität besteht. Ich habe zudem festgestellt, dass bei der großen Mehrheit dieser Personen tatsächlich ein tiefgreifender Mangel an Mitgefühl besteht und sie weder die Toten noch die Angehörigen auch nur bedauern würden. Ich werde allerdings demnächst einen Artikel über die Psychologie der Corona-Leugnung schreiben.

      1. Aufklärung! says:

        Es wäre ja echt wahnsinnig witzig, wenn es nicht so schrecklich wahnsinnig wäre: Sie zensieren eine Aussage von Lothar Wieler, dem Präsidenten des RKI als Propaganda und sehen nicht, dass Sie damit genau jene, von Ihnen als Leugner titulierten, famos bestätigen, denn diese bezeichnen Lothar Wieler und seine Mannen ja als am Hohnigtopf der Mächtigen leckende Propagandisten. Ihre geistige Verwirrtheit wird dadurch überdeutlich und erklärt Ihr selbst ihn Ihrem argumentativen Eigeninteresse unvernünftiges Agieren.

        Dass Sie Klaus Püschel ebenfalls zensieren, der von 1991 bis zum September 2020 Direktor des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf war und seit 2013 Mitglied der Leopoldina ist, und der von seiner ganzen Mentalität und seinem gesamten Werdegang so ganz und gar des Anarchismus, dem Anstreben von Herrschaftsfreiheit, unverdächtig ist, wäre auch echt witzig. Und es zeigt ebenso überdeutlich, dass sie sich immer nur egozentrisch um Ihre subjektive emotionale Bewertung drehen, andere Perspektiven vollständig ignorieren – Sie schauen sich diese nicht mal an! – und Ihnen objektives Wissen, rationale Logik und der Austausch auf Realität erster Ordnung bezogener, argumentativ wohlbegründeter Urteile, die die Komplexität der Welt nicht auf das Niveau eines Reagenzglases entfremden, in Gänze egal sind! Andererseits ist das normal für doppelt verschanzt dogmatische Ideologen; also ist unter den Voraussetzungen, die Sie mitbringen, auch dies ganz und gar folgerichtig.

        Dass Sie zensieren, überrascht mich hingegen in keiner Weise, denn das gehört zum Standardrepertoire faschistoider Machthaber und ihrer Knechte, denn die Menschen sollen sich natürlich nicht selbst bilden dürfen, keinesfalls kontroverse Diskurse führen, und auf gar keinen Fall selbst ein Urteil fällen, also niemals die Obrigkeit kritisieren und um keinen Preis dürfen sie mündig werden. Der Pleps und noch mehr die Servi sind dumm, und sie sollen dumm bleiben, damit die Patricii ihnen von oben sagen können, was sie sehen, erkennen, fühlen, denken, verstehen und tun sollen! Sie Herr Gehbauer gehören natürlich nicht zum Stand der Plebejer und noch weniger zu jenem der Sklaven; Sie gehören zur Elite; Sie sind Patrizier; Sie sagen, was man lesen, hören, fühlen, denken und machen darf – und natürlich auch: was nicht!

        Wer wissen will, was der Begriff Propaganda offiziell bedeutet, kann dies bei der Bundeszentrale für politische Bildung bpb nachlesen. Sehr interessant findet sich dort beschrieben, was Merkel und Co de jure unter Propaganda verstehen; und man vergleiche dies damit, was sie de facto täglich tun.

        Das wird bestimmt ein lustiger Artikel, den Sie über Ihre “Corona-Leugner”-Phantasmagorien schreiben wollen. Ihre Selbstbeschreibung wird dadurch noch prägnanter. Sie haben das “wahnhafte Erleben, das durch Fakten nicht korrigierbar ist” immerhin schon als Wirkfaktor erkannt. Jetzt müssen Sie nur noch ihre Projektion auflösen, und Ihr Problem mit dem Wahn löst sich damit automatisch auch auf. Theoretisch wäre das einfach, doch treten bei Menschen wie Ihnen eine Masse sich wechselwirkend verstärkender Faktoren auf, die eine Umsetzung nachhaltig verhindern, wie Neurosen, Intelligenzmangel, Bildungsresistenz, empfindelnde Pseudoempathie, ideologische Prägung durch die Gruppe, langjähriges Training in einer Pseudowissenschaft, frühe Unterwerfung unter ein gnadenloses Machtregime und in Folge Auflösung des lebendigen autonomen Selbst und Ersetzung durch ein mechanistisch-autoritäres Ego-Surrogat, dessen Lebensferne vor allem panische Angst vor dem Tod erzeugt, die neben mannigfaltigen Phobien und Zwängen alle Ansätze von Vernunft auslöscht. Daher kann ich leider keinen Erfolg Ihrer Selbsttherapie, die Sie in Ihren Blogs betreiben, erwarten.

        Etwas später wird man dann psychologische Analysen über die erste globale Psychose des homo sapiens lesen können, und dann werden natürlich alle seinerzeit dagegen gewesen sein und keiner wird auf die Frage: “Wollt ihr den totalen Krieg [gegen den Virus]?” ein lautes gutturales “Ja!” gegrölt haben wollen.

        Leider wird dann das Leben von Milliarden Menschen bereits unwiderbringlich vernichtet und die soziale Spaltung nochmals sprunghaft gesteigert worden sein, aber das ist psychotischen Psychopathen, die durch gesellschaftliche Position straflos ihren nekrophilen Wahn leben dürfen, einzig damit es ihnen selbst gut gehen möge, ja egal.

        PS: Falls es Ihnen missfällt digital ferndiagnostiziert zu werden, seien Sie versichert, Ihren Lesern geht das in Ihren Blogs laufend so. Das bekommen Sie selbst von Ihren Fans ständig zurückgemeldet, was Sie aber auch völlig kalt läßt.

        1. Letztlich wird aus Ihrem langen Beitrag nur eines deutlich: Selbst bei nun fast 1000 Toten an einem Tag und 30000 Infektionen pro Tag leugnen sie die Tatsachen. Ihre Diagnosen meiner Person können nur so richtig eingeordnet werden. Sie entspringen einem Menschen, der sich gegen die Realität immunisiert hat, indem er ihr Gegenteil zur Wirklichkeit erklärt. Ich bedaure sehr, dass Sie sich in diesem wahnnahen, wahnartigen oder bereits wahnhaften Denken verfangen haben.

          1. Papst says:

            Welche Toten?
            Die Steinalten und anderweitig tödlich Erkrankten , von denen sie undifferenziert in den Medien lesen und daher noch nicht mal wissen, ob MIT oder AN und falls überhaupt jemand AN C gestorben ist, dies gar nicht medizinisch festgestellt wurde ???

            Entweder leiden Sie an kognitiver Dissonanz, oder Sie gehören zu dieser dämlichen Brut von Helfershelferlein, die nicht begreifen, dass man sie nach getaner Arbeit ebenso bespucken und vernichten wird, wie Sie das mit Ihnen vollkommen Unbekannten tun, die noch des kritischen, eigenständigen Denkens mächtig sind. “Gebildete” gehören übrigens naturgemäss weniger zu dieser Gruppe weil sie nun mal alles glauben und voraussetzen, was man ihnen beibringt. Sonst wird das selbstverständlich nichts mit der Karriere.

          2. Ich denke, bei Ihnen ist die Leugnung der Fakten, (fast) bereits krankhaft. Das Schlimme ist, dass die Angehörigen sich immer wiedermit solchen Positionen konfrontieren müssen. Es ist bekannt, dass Menschen alles leugnen können, von schwersten Verbrechen bis hin zu Erkrankungen und dem Klimawandel. Während meiner Tätigkeit als forensischer Gutachter traf ich auf einen Herrn, der das Verbrechen, welches er selber gefilmt hatte, leugnete.

  4. Fragender says:

    Ich habe diese Diskussion mit großem Interesse verfolgt und mir ist dabei etwas aufgefallen, was ich als Corona-Phänomen bezeichnen möchte. Ein sachlicher Austausch scheint nicht mehr möglich, jeder sieht im anderen die Verkörperung des Bösen. Fast alle Vorwürfe, welche die eine Seite der anderen macht, trifft jeweils auch auf die eigene Argumentation zu. Es ist abenteuerlich davon zu sprechen, Corona sei von irgend welchen Mächten geschaffen um die Bevölkerung zu manipulieren. Aber jede Kritik an den Maßnahmen der Regierung im Zusammenhang mit Corona als Corona-Leugnung zu bezeichnen, bewegt sich aus meiner Sicht ebenfalls im Bereich einer Verschwörungstheorie. Es gäbe wirklich Anlass für sinnvolle Diskussionen. Etwa weshalb es in Deutschland z.B. im Jahre 2020 gerade keine ausgeprägte Übersterblichkeit gab, während es diese in anderen europäischen Ländern teilweise in dramatischer Form gab. Natürlich spielen dabei die jeweils ergriffenen Maßnahmen eine Rolle, aber sicher auch der Zustand des jeweiligen Gesundheitssystems. Und da wären Überlegungen sicher angebracht wie man beides, auch im Hinblick auf künftige Pandemien, optimieren kann. Wenn aber jede Kritik an dem Handeln der Regierung(en) als Verschwörungstheorie abgetan und Kritiker als Covidioten bezeichnet werden, nutzt dies eher den wirklichen Verschwörungstheoretikern. Ich finde aus dem vorstehenden Dialog wird ziemlich deutlich, woran eine sachliche Auseinandersetzung scheitert: Beide Seiten sind von Angst beherrscht. Die eine Seite von der Angst vor dem Verlust von Gesundheit oder Leben – die andere von der Angst der Verlust der Freiheit. Wenn man sich aber nur für eines dieser beiden Ziele entscheidet, verkennt man, dass sowohl Gesundheit und Freiheit gleichwertige Säulen eines sinnvollen Lebens sind Es wird nicht möglich sein, auf eines der beiden zu verzichten um das andere damit zu sichern. Der vorstehende Dialog der von beiden Seiten in einer ungewöhnlich harten Form geführt wurde, zeigt aus meiner Sicht, dass Angst ein schlechter Ratgeber ist.

    1. Die Regierung hat nach meiner Einschätzung zu spät und zu schwach reagiert. Dann wurden Maßnahmen viel zu schnell gelockert. Schließlich wurden Ideologien in die Welt gesetzt, wie Schulen dürfen nicht schließen mit hunderttausenden Schülern in Quarantäne und zahlreichen Infektionen als Konsequenz.

      Am Ende haben viele ihr Leben verloren, zehntausende schwere Krankheitsprozesse durchgemacht, eine unbekannte Anzahl von Menschen ist dauergeschädigt und alle haben ihre Freiheit verloren, auch weil es keine Freiheit gibt, wenn man Infektionen fürchten muss.

      Eine neue Analyse hat noch einmal gezeigt, dass die Geschwindigkeit der Maßnahmen wichtig ist und die wirksamste Maßnahme von allen Maßnahmen ist die Schließung von Bildungseinrichtungen : siehe hier.

      Kritik an der Regierung ist in der Tat notwendig. Sie hat durch ihr nach meiner Ansichtnur als nachlässig zu bezeichnendes Vorgehen einen Zustand der Masseninfektion im ganzen Land miterzeugt und gleichzeitig zahreiche Verschleppungen der Infektion in zahlreiche Länder der Welt mitverschuldet. Sicherlich haben hierfür im Sinne eines gesellschaftlichen Stimmungstreiberd auch die sogenannten “Querdenker” eine verheerende begünstigende Rolle gespielt. Das hat Tote erzeugt.

      Das Gegenbeispiel ist u.a. Kambodscha, über welches ich ja hier auch schreibe. Reuters verbreitet mittlerweile ebenfalls die Tatsache, dass Kambodscha zu den am wenigsten betroffenen Ländern der Erde gehören. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) lobt Kambodscha ausdrücklich.

      Es sind also nicht nur meine eigenen, direkten, aber sicher subjektiven Eindrücke. Auch westliche Journalisten und Experten erkennen mittlerweile an, welche Leistung hier erbracht wurde und wird. Ich wage nicht zu denken, was hier passiert wäre, wenn sich stattdessen Querdenker durchgesetzt hätten oder die eine Politik der Zulassung der Infektionsausbreitung wie in Europa oder den USA betrieben worden wäre.

      Es gibt aktuell in Kambodscha 0 % Einschränkungen und eine Freiheit, die in Deutschland undenkbar wäre. Wer gegen schnelle und konsequente Maßnahmen plädiert oder sogar bereits in unzureichende Maßnahmen auflockern will, fördert nicht nur Krankheitsausbreitung und das damit verbundene Leid, sondern zerstört gleichzeitig die Freiheit aller.

      Dabei waren die Risiken hier in Kambodscha besonders hoch mit dem ersten Fall im Januar, hunderttausenden Chinesen damals im Land, täglichen Direktflügen aus Wuhan, zahreichen infizierten Touristen aus der ganzen Welt etc. Durch die Strategie des sofortigen Reagierens, wurden die Infektionsfälle aber auf bisher insgesamt 380 seit Januar beschränkt, nach wie vor 0 Tote.

      Niemand hat seine Angehörigen verloren.

      Ich stimme daher Ihrem Kommentar nicht zu:

      Die Ausbreitung der Infektion (das wurde in allen Ländern der Welt gezeigt, siehe Schweden) ist nicht aufhaltbar, wenn nicht konsequent früh und nachhaltig reagiert wird. Hätte die Regierung noch weniger getan, wäre die Situation noch verheerender als sie ist. Auch sollten wir nicht vergessen, dass Mutationsrisiken mit steigenden Fällen steigen. Das hat Folgen für die ganze Welt.

      Lebensschutz und Freiheit sind zwei Seiten einer Medaille – leider wurde dies in Deutschland nicht nur durch die Regierung, sondern auch in der Mediendiskussion lange verkannt, erst jetzt scheint sich diese Erkenntnis durchzusetzen.

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