Gesichtsmasken: Die asiatische Perspektive

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Gesichtsmasken: Die asiatische Perspektive

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Kommentare (6)

  1. Richard Krassnitzer says:

    Bin ganz Ihrer Meinung. Jedoch scheint das Maskenthema in der öffentlichen Diskussion durch zu sein. (bei uns in Österreich). In anderen Foren wird man nur noch “gebasht” wenn man das Maskenthema anspricht.

    1. Wobei gerade die US-amerikanische Regierung andeutet, dass es doch richtig sein mag, eine Maske zu tragen. Zudem hat eine chinesische Delegation in Italien u.a. kritisiert, dass viele Leute keine Masken tragen. Das ist dieser Delegation, die helfen will, die Krise zu meistern, nicht nachvollziehbar.

  2. Maske ist nicht gleich Maske. Viele Lappen, die sich die Menschen jetzt vor die Nase binden, schützen nur insoweit, dass sie bei einer “feuchten Aussprache” verhindern, dass dem Gegenüber mit Krankheitserregern angereicherte Speicheltröpfchen direkt auf Mund, Nase oder Augen befördert werden. Der Eigenschutz steht und fällt mit der Leckage, also welcher Anteil der eingeatmeten Luft nicht durch die Maske, sondern daran vorbei in die Atemwege strömt. Wenn ein Infizierter beispielsweise niest oder hustet, ohne vorgehaltene Hand (pfui!) oder in die Armbeuge (löblich), wird die Luft mit lungengängigem, virushaltigem Aerosol angereichert, welches ohne große Probleme durch die Undichtigkeiten der Maske in die Lunge gerät. Hier helfen wirklich nur sehr dicht sitzende FFP3-Masken mit entsprechend hohem Atemwiderstand. Aber gleich welche Maske man trägt, wiegt man sich in trügerischer Sicherheit. Schnell ist der Finger am Auge oder an der Nase, weil es juckt. Und je nachdem, wo der Finger vorher war, werden Erreger unbewusst an die Schleimhäute befördert und machen jeden Schutz wieder zunichte.

    Schutzmasken sind, wie der Artikel deutlich herausstellt, in vielen Ländern Asiens etabliert und gesellschaftlich akzeptiert. In meiner Heimatstadt sind mir bislang nur Menschen mit asiatischem Aussehen begegnet, die eine Maske trugen. Hierzulande herrscht eine andere Mentalität. Wer eine Maske trägt wird angefeindet (“Was, Du willst meine Erreger nicht?”).

    1. Ohne Maske fassen sich Menschen im Durchschnitt mehrere hundert Mal pro Tag im Gesicht an. Durch die Maske wird dies letztlich reduziert. Dabei sollte man aber natürlich genau darauf achten, die Schutzwirkung nicht durch Anfassen zu verringern. Es ist völlig richtig, dass die Schutzwirkung von der Qualität der Maske abhängt. Allerdings reduzieren auch Masken mit geringer Qualität das Ausmaß der “feuchten Aussprache” und der in ihnen enthaltenen Viren, die an unsere Schleimhäute kommen. Richtig ist, dass beispielsweise durch eine Brille auch ein besserer Augenschutz gewährleistet werden kann.

  3. Sira says:

    Ich fasse mir oft ins Gesicht. Mit Maske würde mir das tatsächlich mehr auffallen und mich wahrscheinlich abhalten. Desweiteren erscheint mir logisch, dass auch eine selbergemachte Maske trotzdem den Effekt hat keine bzw weniger Tröpfchen an die Umgebung zu “versprühen”

    Finde fatal und merkwürdig, dass es zwar eine Versammlungeinschränkung gibt aber keine Maskenpflicht. Mit Maske gäbe es mehr Schutz als ohne. Wer einen Supermarkt betrifft sollte zur Maske verpflichtet werden. Da haben wir dann aber wieder das Problem mit der Angst vor der Verschleierung.

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