Covid-19: Wie Kurzzeitdenken zum globalen Versagen führt

Sie sind hier:
/
/
Covid-19: Wie Kurzzeitdenken zum globalen Versagen führt

Geschrieben von

Kommentare (4)

  1. Cornelius Pfannkuch says:

    Vielen Dank für den ausführlichen Artikel mit Vergleichszahlen aus andern Ländern. Ich stimme der Grundaussage zu, dass kurzfristiges wirtschaftlich orientiertes Denken und Handeln absolut kontraproduktiv ist, wenn es darum geht, die Pandemie einzudämmen. Psychologisch gesehen ist die Maskenpflicht mir allerdings ein Graus, ich sehe nur vermummte Personen, jeder kommuniziert “Abstand, Abgrenzung” und das Grundgefühl der Angst wird permanent im Alltag genährt. Da brauche ich eine Balance, das ist schlecht fürs persönliche Immunsystem.

    Mir ist aufgefallen, dass in dem Artikel ungewöhnlich viele Rechtschreibfehler enthalten sind, “Masten” statt “Masken” kommt öfters vor. Darunter leidet die Glaubwürdigkeit und Akzeptanz des Artikels. Vielleicht noch mal mit innerlichem Abstand drüberschauen!!!!

    1. Vielen Dank für den Hinweis zu den “Masten”, was ich korrigiert habe. Ich diktiere Artikel in ein Sprachverarbeitungsprogramm und überlese bei der Korrektur dann immer mal wieder Rechtschreibfehler.

      Masken sind nun leider oder zum Glück die mit am wirksamste Maßnahme. Wenn beide Seiten eine Maske tragen, reduziert sich das Ansteckungsrisiko enorm. Abstand reicht nicht, weil immer deutlicher wird, dass die Übertragung auch über kleinere Aerosole stattfindet, die sich weit im Raum bewegen und lange in der Luft stehen können.

      Menschen sind sehr anpassungsfähig und können unter ganz anderen Bedingungen dennoch zufrieden und glücklich werden. Wir können lernen, mit Masken miteinander direkt und klar zu kommunizieren, sodass hier kein Defizit zu entstehen braucht.

      Es ist eine Frage der Interpretation:

      Wenn Sie Masken als etwas interpretieren, was den zwischenmenschlichen Austausch behindert, werden Sie es so erleben. Wenn Sie es andere interpretieren, werden Sie es anders erleben.

      Ich trage durchgängig draußen seit Mitte Januar eine Maske und fühle mich immer besser, wenn andere Menschen dies auch tun. Das wechselseitige Tragen von Masken kann auch als wechselseitige Sorge und Rücksicht interpretiert werden. Insofern scheint es mir ratsam, die eigene Einstellung zu Masken in diesen Pandemie-Zeiten zu verändern.

  2. Petra says:

    Ihr Satz ist in meinen Augen sehr richtig und wichtig: Wenn wir die Masken als etwas Gutes begrüßen, weil sie uns in der derzeitigen Situation helfen, stören sie uns auch nicht, wir können sie leicher akzeptieren. Es ist eine Frage der Haltung und der Entscheidung, was wir wie sehen wollen.

    Mir fehlt ehrlich gesagt manchmal das Verständnis, wenn die Menschen sich über die Maskenpflicht beklagen … (“Es reicht”, “Ich habe genug”). Ist das nicht der kleinste Preis, den wir zur Eindämmung der Pandemie zu leisten haben? Ärzte und Krankenschwestern/Pfleger, die die Masken den ganzen Tag lang tragen müssen (manche sogar komplette Schutzanzüge), was würden wir tun, wenn sie anfangen würden, sich zu beklagen und nicht mehr bei der Arbeit erscheinen!?!?

    1. Ich sehe es genau wie Sie als eine Frage der Haltung an. Wieso ist die Akzeptanz für dieses einfache Schutzmittel bei einigen Menschen so gering? Ich sehe hier einerseits Prozesse der Katastrophisierung, indem man sich gegenseitig hochschaukelt und so aus einer insgesamt doch recht kleinen Veränderung eine riesige Angelegenheit macht. Andererseits kommt es wohl auch von der leider noch weit verbreiteten Fehlannahme, dass Masken nicht wirken würden. Dabei kommt eine aktuelle Studie auch beim neuen Corona-Virus (wie bereits eine vorherige zur Grippe) zum Ergebnis, dass bei 80 % Maskencompliance die Epidemie endet. Der Irrglaube an die mangelnde Wirksamkeit resultiert auch aus kulturellen Vorurteilen (was man nicht kennt, braucht man nicht, Asiaten tragen Masken, weil sie ihr Gesicht nicht zeigen wollen), aber ebenfalls aus einer falschen Strategie der politischen Entscheidungsträger und Medien zu Beginn der Epidemie, die die Wirksamkeit von Masken kleinredeten. Umso wichtiger ist es nun, die Maske als ein positives Symbol des Schutzes, der Rücksicht, der Sicherheit und damit auch der Befreiung (von Hilflosigkeit und Gefahr) populär zu machen. Je besser dies gelingt, desto besser werden wir diese Epidemie in den Griff bekommen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.