Appel: Masken aufsetzen!

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Appel: Masken aufsetzen!

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Kommentare (5)

  1. Grigori says:

    Sehr geehrter Herr Gebauer,

    vielen Dank für Ihren wertvollen Artikel über das Tragen von Schutzmasken.

    Was Sie vollkommen richtig anmerken, ist, dass es derzeit schon so viele Infizierte gibt, dass die Lage unüberschaubar wird, und ein massenhafter Schutz für die ganze Bevölkerung wie vor Kurzem in China langsam notwendig wird. Dabei sollten aber Folgendes beachten:

    einfache billige Apothekenmasken müssen beim ununterbrochenen Tragen alle zwei Stunden gewechselt werden. Ansonsten wird jede Maske zur eigentlichen Brutstätte von Bakterien, Viren und Keimen, die andere Menschen anstecken können. Das ist wissenschaftlich nachgewiesen. Angesichts des derzeitigen großen Defizits an Masken aller Art und anderen Hygieneprodukten müssen die vorhandenen Einwegmasken oder selbstgenähten Stoffmasken nach jedem Gebrauch gründlich desinfiziert werden (am Besten alle zwei Stunden).
    Ursprünglich waren aber die Hygienemasken dazu gedacht andere Menschen vor eigenen krankhaften Ausflüssen wie Schleim, Rotz und Schnupfen, Niesen und Husten zu schützen, wenn man bereits erkrakt ist. Was allerdings den Eigenschutz betrifft, sind die winzigen Löcher in einer Maske so groß, dass sie problemlos jegliche Viren durchlassen. Außerdem, da eine Mull – oder Stoffmaske nicht hermetisch dicht am Gesicht “sitzt”, können die ganzen Viren durch die Seitenöffnungen in den menschlichen Körper problemlos gelangen. Einen echten “dichten” Schutz können nur die speziellen Respiratoren mit Filter gewährleisten, die in Laboren oder Betrieben eingesetzt werden, aber auch das nützt nichts, da die ganzen anderen Schleimhäute wie z.B. Augen für den Virenangriff offen sind. Da sollten Sie dann zusätzlich für die Schutzbrille für den Augenschutz appelieren, da nur die Kombination aus diesen beiden Mitteln dann auch am Meisten Sinn macht. Wenn wir aber ganz übertreiben, wäre nur ein kompletter Schutzanzug gegen die Ansteckung am Wirsamsten, den die meisten Virologen tragen, wenn wir uns die Fernsehberichte anschauen.

    Fazit: die Masken sind überwiegend für das medizininsche Personal erforderlich, das täglich bei der Behandlung von Patienten einem hohen Ansteckungs – und Übertragungsrisiko ausgesetzt ist und deswegen verstärkt auf hygienische Maßnahmen achten muss.

    Ich möchte daher, dass Sie Ihren Beitrag um diese wichtige Informationen so schnell wie möglich ergänzen, damit die Bevölkerung die Wahrheit kennt!

    Bleiben Sie gesund!

    Grigori O.

    1. Die verlinkte Studie zeigt, dass auch einfachste Masken wirken, es gab nicht einmal einen signifkanten Unterschied, was aber an der Stichprobengröße liegen mag. Jedenfalls wirken auch einfachste Masken. jede Barriere zwischen Mund/Nase und den Speiceltropfe eines Infizierten führt dazu, dass die übertragenen Virutsanzahl mindestens absinkt und so sinkt das Infektionsrisiko. Es ist ja nicht so, dass alle Viren wie magisch in den Mund wandeln, selbst in dem Tröpfenanteil, der durch die Maske angefangen wird oder in ihr versickert. Auch bei schlechten Masken wird die Virenanzah reduziert. Natürlich wären Respiratoren mit Filtern das Beste, aber leider hat sich niemand auf den Schutz der Bevölkerung vor Atemwegserkrankungen vorbereitet und dies auch sonst während der Grippeepidemien nie postuliert. Dies obwohl es diue Szenarien bereits gab, dies trotz SARS und trotz MERS, dies obwohl wir wissen, dass durch unsere Tierausbeutung die Gefahr von Zoonosen ständig gesteigert wird. Deshalb gibt es zu wenig davon.

      Jedoch führt auch das Selbstbasteln eines Schutz mit Leinentüchern zur Senkung des Infektionsrisikos. Auch die einfachen Apothekenmasken wirken, getragen werden müssen sie nur, wenn wir uns in der Nähe von Menschen aufhalten, sonst nicht. In dieser Situation kann man sie auch wiederverwenden (wie in Asien), indem einfach aus einer Sprühflasche großz+gig Alkohol auf sie gesprüht wird und sie dann erst wieder aufgesetzt werden, wenn man wieder Menschen trifft.

      Ja, auf jeden Fall zuätzlich Brille tragen, auch hier gilt, jede Barriere hilft, auch eine normale Sonnenbrille.

      In China sind die Leute teilweise mit heruntergeklappten Mopedhelmen einkaufen gegangen, auch das hilft. Ohne alles ist katastrophal, mit einfacher Maske ist bereits deutlich besser, noch wesentlich besser, wenn Maske und Brille, mit echter Atemschutzmaske und Schutzbrille am besten. Aber auch wenn wir nicht das Optimum erreichen, niemand sollte ohne physische Barriere sich in die Nähe anderer Menschen bewegen. Hielten wir uns daran, würde die Epidemie viel schneller abflauen.

      Dazu gehört natürlich auch: Räumliche Trennung in den Wohnungen (die Leute infizieren sich in den Wohnungen, wo sie zusammen sind) und wenn wir nicht sicher sind (was meistens so ist) Gespräche und Nähe nur mit beiseitiger Maske auch in der Wohnung, Gemeinschaftsräume nur mit Brille betreten.

      All das mag ü+bertrieben, oder alarmistisch wirken, aber ich sehe es umgekehrt:

      Alarmerend sind die Anzahlen der Erkrankten und Toten, jetzt müssen wir alles tun, um alle und uns selbst zu schützen. Wir sind hier auch für Menschen in Afrika etc. in der Pflicht, denn je mehr es bei uns grassiert, desto eher wird es trotz Grenzenschließung auch dorthin kommen. Unbedingt natürlich: Umfassenden Masken- und Brillenlieferngen in die Flüchtlingslager, es ist fürchterlich, dass wir sehenden Auges dort die Katatsrophe riskieren, aus kaltherzigem Gruppenegoismus, der aber nach intern losgehen wird, denn jeder Ausbruch kann zu uns zurückkommen.

  2. GvR says:

    @Herr Gebauer: Ihre Meinung unterstreiche ich voll und ganz. Doch woher nehmen, wenn nicht stehlen? Beispiel München: Seit 1 Woche täglich in 5 Apotheken nach Masken (Mund-Nasen-Schutz MNS und FFP2) gefragt. Am 30.3. gab es 2 MNS à jeweils EUR 16,95. Die sind so miserabel zusammengestoppelt, dass die Bänder beim ersten Knüpfen rissen. Fazit: Schneiderin beauftragt, aber es gibt offline kein Gummiband …

    1. Ja, das ist schlimm und ich hoffe, dass es zu einem Wandel ein Europa führt und künftig Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung bei Atemwegsinfektionen zur Verfügung stehen. Letztlich heißt es trotz alledem den best möglichen Mund- und Nasenschutz ggf. selbst herstellen und möglichst auch noch eine Brille tragen. Ich muss zugeben, dass ich hier in Asien (Kambodscha) das Problem nicht habe. Es gibt hier noch immer überall Masken zu erhalten und die Regierung ist gerade dabei, fünf Millionen zu verteilen. Andere basteln sich aus dem traditionellen Khmer-Tuch (Groma) Masken, was ebenfalls eine Schutzwirkung hat. Dabie gehört Kambodscha nicht einmal zu den Ländern in Asien, in denen die Masken ohnehin weit verbreitet sind. Vor 3 Wochen trugen noch nur vielleicht 10 % Masken, jetzt sind es nach meiner Schätzung 80 % und an Orten, wo mehrere Menschen sind teilweise fast 100 %. In Europa beklagen wir uns ja gerne über andere, die nicht integrationswillig seien, nun ja, hier sehen wir das bei den Euroäern, die reihenweise keine Masken tragen (aber es gibt auch andere!) und die sich manchmal gar in Foren über die “dummen Kambodschaner” lustig machen. Es handelt sich offenbar um tief greifende kulturellen Blockaden, die es manchen Menschen erschweren, die Wirklichkeit zu sehen. Dass Sie solche Schwierigkeiten haben, Masken zu erhalten ist eine Folge davon. Dass ich von mehreren deutschen Freunden hörte, dass sie schief angeschaut werden, wenn sie eine Maske tragen, eine weitere Folge.

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